Feiertage Ostereinkäufe nicht auf den letzten Drücker erledigen

Isabelle Fleck
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Die Oster-Einkäufe sollen nach dem Willen des Handels in diesem Jahr entzerrt werden. Das fordern der Handelsverband Thüringen und verschiedene Handelsketten von den Verbrauchern angesichts der Corona-Virus-Pandemie.

Kinder mit vollem Einkaufswagen in einer Lebensmittelabteilung
In diesem Jahr soll besser nicht die ganze Familie mit zum Ostereinkauf gehen. Bildrechte: imago/Frank Sorge

Handelsverbands-Landesgeschäftsführer Knut Bernsen hat die Thüringer um einen "planvollen und vorausschauenden Lebensmitteleinkauf" gebeten. Er rief die Kunden auf, "bereits jetzt zu überlegen, was sie für die Feiertage benötigen" – denn "aktuell können nicht so viele Kunden pro Stunde bedient werden, wie bisher".

Ostern ist "umsatzstärkste Zeit des Jahres"

"Real" erklärte, die Ostertage gehörten "traditionell zu den umsatzstärksten Tagen des Jahres" – die Märkte bitten die Kunden, "nicht die gesamten Ostereinkäufe am Gründonnerstag oder Ostersamstag zu erledigen". Dies ist auch über Durchsagen in den Läden zu hören. Real-Pressereferent Frank Grüneisen sagte, längere Wartezeiten vor den Märkten und an den Kassen seien "nicht unwahrscheinlich". Er rief die Kunden auf, frühzeitig einzukaufen, alleine zu gehen, den Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten, sich beim Einkaufen zu beeilen und mit Karte zu zahlen.

Ein Junge hält ein Körbchen mit Ostersüßigkeiten
Auch Osterpäckchen und - karten kann man frühzeitig verschicken. Bildrechte: imago/epd

Von "Tegut" hieß es, die Osterwoche in Zeiten von Corona werde "spannend, da sich die Menschen diesmal auf ein anderes Osterfest vorbereiten und hierfür anders einkaufen als in den Jahren zuvor". Pressesprecher Matthias Pusch ruft die Einkäufer auf, auch die Randzeiten vor 8 Uhr morgens und nach 20 Uhr abends zum Einkaufen. Auch Montag, Dienstag und Mittwoch sollten schon Ostereinkäufe erledigt werden, nicht erst Gründonnerstag.

Stefanie Schmitt von "Edeka" erklärte, Ostern werde immer "vermehrt eingekauft". In diesem Jahr solle das "möglichst frühzeitig und konzentriert" passieren. "Edeka" rechnet mit mehr Umsatz, da "Reisen und Restaurantbesuche nicht möglich sind und deshalb zuhause gekocht und gegessen wird". Zahlen wollte "Edeka" jedoch nicht nennen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/gh

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 05. April 2020 | 15:00 Uhr

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