Landtagspräsident beendet politische Karriere Christian Carius: Vom RCDS ins Präsidium des Thüringer Landtags

1995 trat der gebürtige Mühlhauser dem Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) bei, wurde dort 1999 stellvertretender RCDS-Landesvorsitzender und Kreisvorsitzender der Jungen Union im Landkreis Sömmerda. Im gleichen Jahr wurde er als damals jüngstes Mitglied in den Thüringer Landtag gewählt. Das Direktstudium gab er zugunsten der Politik auf, machte seinen Abschluss als Politikwissenschaftler später an der Fern-Uni Hagen. Neben seiner kommunalpolitischen Arbeit im Stadtrat und Kreistag in Sömmerda war Carius zeitweise Mitglied des CDU-Fraktionsvorstandes und des CDU-Landesvorstands. Von 2009 bis 2014 war er Bauminister im CDU-SPD-Kabinett von Christine Lieberknecht.

Christian Carius, Landtagspräsident Thüringen
Sein Rücktritt kam überraschend: Christian Carius Bildrechte: dpa

Nach kontroversen Diskussionen in der CDU-Fraktion wurde Carius 2014 mit 63 von 91 Stimmen aller Abgeordneten zum Landtagspräsidenten gewählt. In seiner Antrittsrede sagte Carius: "Wir brauchen ein Parlament der politischen Klugheit - nicht ein Parlament, das unreflektiert der Durchsetzung politischer Parteiprogramme dient." Zudem mahnte er, über die Gründe für die weiter gesunkene Wahlbeteiligung nachzudenken.

Quelle: MDR/

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 28. September 2018 | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. September 2018, 16:07 Uhr

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2 Kommentare

28.09.2018 11:57 Conni 2

Sehr schade! :-(

28.09.2018 11:37 Pfingstrose 1

Schade, in seiner jetzigen Position findet Herr Carius eine Tätigkeit. Der Landtag ist ja ein Theater und keine Landesvertretung . Alle machen was sie wollen aber keiner was er soll.