Razzia in Suhl, Weimar und Erfurt Erneut Durchsuchungen nach Mafia-Überfall

Sechs Wochen nach einem mutmaßlichen Mafia-Überfall auf ein Restaurant in der Erfurter Michaelisstraße hat das Landeskriminalamt Thüringen am Montag erneut mehrere Gebäude durchsucht. Nach Polizeiangaben sind dabei weitere vier Tatverdächtige identifiziert worden. Den Männern zwischen 26 und 39 Jahren wird schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen.

Die Beamten haben insgesamt sechs Wohnungen und eine Halle in Erfurt, Weimar und Suhl durchsucht. Dabei stellten sie Mobiltelefone, Reizgas und Schreckschusswaffen sicher, die der Polizei zufolge als Tatmittel in Betracht kommen.

Den vier Männern wird vorgeworfen an der Schlägerei vor einem Restaurant in der Erfurter Innenstadt beteiligt gewesen zu sein. Die Staatsanwaltschaft Gera ermittelt in dem Fall. Die ist spezialisiert auf organisierte Kriminalität.

Nach MDR-THÜRINGEN-Informationen vermuten die Ermittler, dass hinter dem Überfall ein Rivalitätskampf im Bereich Organisierte Kriminalität stehen könnte. Von den insgesamt 15 ermittelten Tatverdächtigen sitzen fünf in Haft. Bereits Ende Oktober hatte die Polizei bei Durchsuchungen in Erfurt, Berlin und Zwickau zahlreiche Waffen sichergestellt - darunter verschiedene Schusswaffen, Elektroschocker, Reizsprays und Schlagstöcke. Außerdem wurden mehrere Mobiltelefone, Drogen und 29.000 Euro Bargeld eingezogen.

Bei dem Überfall am 11. Oktober hatte sich eine Gruppe von etwa 25 Männern vor dem Restaurant "Wirtshaus Christoffel" in der Michaelisstraße in Erfurt versammelt. Unter einem Vorwand soll der armenische Inhaber des Restaurants vor das Lokal gelockt worden sein. Dort sollen sie den Mann und seine beiden Söhne angegriffen haben. Den Angaben zufolge sollen die zum Teil vermummten Angreifer Stühle, Reizgas und Elektroschocker eingesetzt haben. Danach sollen sie geflüchtet sein. Der Restaurantbetreiber und seine beiden 19 und 20 Jahre alten Söhne wurden verletzt. Der ältere kam wegen einer Beinverletzung ins Krankenhaus. Zum Motiv des Überfalls dauern die Ermittlungen an.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 27. November 2017 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. November 2017, 17:24 Uhr

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1 Kommentar

28.11.2017 08:30 Ekkehard Kohfeld 1

Ach leben wir doch in einem super schönen und sichern Land.Kriminell der Welt versammelt euch bei uns der Rechtsstaat ist am Boden kein Geld für Polizei und die kleinen Strafen in einer JVA mit rundum Versorgung sitzt man auf einer A..Backe ab und seine Geschäfte kann man auch von da führen,bezahlter Urlaub ist doch prima.
Ach bevor ich es vergesse das soll Satire sein oder glaubt jemand das das wirklich so ist?

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