Luftbildaufnahme von Rottenbach
Bildrechte: GDI-Th, Freistaat Thueringen, TLVermGeo

Saalfeld-Rudolstadt Rottenbach

Mit ungefähr 680 Einwohnern liegt Rottenbach am Nordosthang des Thüringer Waldes am Zusammenfluss der Flüsse Rottenbach, Rinne und Zochau. Nach der Fusion der ehemaligen Einheitsgemeinde Rottenbach und der Stadt Königssee 2012 ist die Gemeinde nun ein Ortsteil der Stadt Königsee-Rottenbach.

Luftbildaufnahme von Rottenbach
Bildrechte: GDI-Th, Freistaat Thueringen, TLVermGeo

Urkundlich wurde Rottenbach 1071 das erste Mal erwähnt. Ca. 350 Jahre später erfolgte eine Teilung des Ortes in Ober- und Unterrottenbach. Erst 1908 wurden die beiden Orte wieder vereinigt. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Gemeinde gehört die Klosterruine Paulinzella, die eine der wertvollsten Denkmale romanischer Baukunst darstellt. Das ehemalige Benediktinerkloster stammt aus dem 12. Jahrhundert und lockt jedes Jahr eine große Anzahl von Besuchern an.

Historische Belege für den Ortsnamen:

  • 1253 Rotinbeche
  • 1303 Rotinbech
  • 1340 in Rotinbeche
  • 1341 zcu Rotenbach
  • 1361 zcu Rotenbeche
  • 1411 Obirn, Nedirn Rotenbeche
  • 1427 Obir Rotenbech
  • 1436 zcu Neddirn Rotenbech
  • um 1450 Obern Rotenberch
  • 1525 Obirn Rotenpach
  • 1796 Oberrotenbach, U[nter] Rodenbach

Historische Belege für den Gewässernamen:

  • 1071 Rotenbach
  • 1074 Rudenbach

Herkunft

Zeitweise schwankte man bei der Deutung zwischen einer Zuweisung zur Wurzel um roden "bis in die Wurzel tilgen" bzw. zu rod "Neubruch, Rodeland" und dem Farbwort rot, aber aufgrund der guten Überlieferung und der Tatsache, dass das Wasser des Baches offenbar wirklich eine rote Färbung hat, kann man heute dem Vorschlag von Fischer-Elbracht folgen: Der Name des Baches zu althochdeutsch rōt ‘rot’ wurde auf die Siedlung übertragen. Der Bach setzt gelbroten Ocker ab.

Literatur-Angaben: R. Fischer und K. Elbracht, Die Ortsnamen des Kreises Rudolstadt (= DS. 10), Halle 1959, S. 43.

E. Ulbricht, Das Flußgebiet der Thüringischen Saale, Halle 1957, S. 77f.

H. Walther, Namenkundliche Beiträge zur Siedlungsgeschichte des Saale- und Mittelelbegebietes bis zum Ende des 9. Jahrhunderts, Berlin 1971, S. 261.

A. Werneburg, Die Namen der Ortschaften und Wüstungen Thüringens, Nachdruck Köln-Wien 1983, S. 69.

Zuletzt aktualisiert: 30. Dezember 2017, 13:18 Uhr