Bildung Thüringer Schulen können Video-Konferenzen für Unterricht nutzen

Schüler und Lehrer können in Thüringen über eine einheitliche Software kommunizieren - etwa per Videokonferenz. Das häusliche Lernen dürfte auch nach der schrittweisen Wiederöffnung der Schulen eine wesentliche Rolle spielen.

Ein Schüler sitzt vor einem Computer
Per Internet können Schüler auch in Corona-Zeiten Kontakt zu Mitschülern und Lehrern halten. Bildrechte: imago images/imagebroker

Für den Unterricht an Thüringer Schulen steht seit dieser Woche ein Programm für Video-Konferenzen zur Verfügung. Wie das Bildungsministerium mitteilte, können die Schulen das Programm "BigBlueButton" künftig über die Thüringer Schul-Cloud nutzen.

Das Programm ermöglicht laut Ministerium Videokonferenzen und Videochats im datensicheren Raum. Betreut wird der technische Prozess vom Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien in Kooperation mit dem Hasso-Plattner-Institut Potsdam.

257 Schulen nutzen Cloud-Angebot

Bildungsminister Helmut Holter (Linke) sagte, der Ausbau der Thüringer Schul-Cloud habe weiterhin höchste Priorität. Auch nach der schrittweisen Wiederöffnung der Schulen werde das häusliche Lernen eine wesentliche Rolle spielen.

Holter zufolge ist der Einsatz von Schul-Cloud und Konferenztool für Schüler wie Lehrer kostenfrei. Laut Bildungsministerium nutzen derzeit 257 Schulen die Thüringer Schul-Cloud. 508 weitere Schulen haben einen Zugang beantragt. In Thüringen gibt es im laufenden Schuljahr 815 staatliche und 168 Schulen in freier Trägerschaft.

Ursprünglich war vorgesehen, die Cloud in einer Pilotphase mit einer begrenzten Zahl von Schulen zu testen. Aufgrund der aktuellen Krisensituation haben laut Ministerium seit März alle Schulen die Möglichkeit, an der Pilotphase teilzunehmen.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 05. Mai 2020 | 19:00 Uhr

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