DR-Sommerinterview  mit Stefan Möller, AfD-Landessprecher mit Susann Reichenbach
Der Thüringer AfD-Landessprecher Stefan Möller im MDR THÜRINGEN-Sommerinterview mit Susann Reichenbach. Bildrechte: MDR/Bernd Redlingshöfer

MDR THÜRINGEN-Sommerinterview AfD-Landessprecher Möller: Regierung schleift Autozulieferer-Standort Thüringen

Thüringens Autoindustrie, die Innere Sicherheit, der Landtagswahlkampf 2019 in Thüringen - das sind einige der Themen, über die MDR THÜRINGEN im Sommerinterview mit AfD-Landessprecher Stefan Möller gesprochen hat.

DR-Sommerinterview  mit Stefan Möller, AfD-Landessprecher mit Susann Reichenbach
Der Thüringer AfD-Landessprecher Stefan Möller im MDR THÜRINGEN-Sommerinterview mit Susann Reichenbach. Bildrechte: MDR/Bernd Redlingshöfer

Der Thüringer AfD-Landessprecher Stefan Möller wirft der rot-rot-grünen  Landesregierung vor, den Autozulieferer-Standort Thüringen kaputtzumachen. "Wir haben in Thüringen eine sehr stark auf Verbrennungsmotoren-Technologie ausgerichtete Motorenzulieferindustrie. Und die Landesregierung schleift diesen Standort, indem sie auf Elektromobilität setzt“, sagte Möller im MDR THÜRINGEN-Sommerinterview.

Elektromobilität

Elektromobilität sei vielleicht ein Zukunftsmarkt für die Chinesen, "aber nicht für uns“, sagte Möller. Vor kurzem hatte der chinesische Batteriehersteller  CATL in Thüringen den Bau eines Werkes in Thüringen angekündigt. Dieser will bei Erfurt für rund 240 Millionen Euro einen Produktionsstandort für Batteriezellen errichten und mindestens 600 Arbeitsplätze schaffen.

DR-Sommerinterview  mit Stefan Möller, AfD-Landessprecher mit Susann Reichenbach
Bildrechte: MDR/Bernd Redlingshöfer

Trotz einer Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent sei die wirtschaftliche Lage in Thüringen nicht gut, sagte Möller weiter. In der Wirtschaft "steht alles auf tönernen Füßen“. Und die Arbeitslosenstatistik verschleiere nur. Das gelte im Übrigen auch für die Kriminalstatistik der Polizei. Der vertraue er auch "nur zum Teil“.

Innere Sicherheit Schwerpunkt-Thema

Das Thema Innere Sicherheit will die AfD nach Möllers Worten zu einem ihrer Schwerpunkte im Landtagswahlkampf 2019 in Thüringen machen. Ziel sei es, "dass wir also diese Zustände haben, diese Sicherheit haben, wie sie noch vor zehn, 15 Jahren ganz üblich war“. Markenkern der AfD sei auch weiterhin die Asylpolitik. Damit sei die AfD seit 2015 groß geworden.

Grundsatzproblem des Landes

Außerdem sei der Partei wichtig, "dass wir das Grundsatzproblem unseres Landes endlich in den Griff bekommen, nämlich die demografische Katastrophe“. Derzeit werde im Land nur noch der Niedergang verwaltet.

Mit Blick auf die Thüringer Landtagswahl im kommenden Jahr sagte Möller, Spitzenmann der AfD sei "definitiv Björn Höcke“. Er könne sich auch nicht vorstellen, dass die Basis wolle, dass Höcke einem anderen den Vortritt bei der Spitzenkandidatur überlasse.

Bisherige MDR THÜRINGEN-Sommerinterviews 2018:

Quelle: MDR THÜRINGEN

AKTUELLES AUS THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | THÜRINGEN JOURNAL | 22. Juli 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2018, 08:45 Uhr

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77 Kommentare

24.07.2018 06:33 O-Perler (1. V.) 77

AfD und sogenannter "ÖRR", das geht einfach nicht zusammen, fast bin ich geneigt zu sagen: je provinzieller, desto schlimmer. Ich kann mich zwar noch dunkel daran erinnern, wie die Nachfolger der SED im frisch wiedervereinigten Deutschland medial geschnitten wurden, aber ob das so schlimm war... ich weiß es nicht mehr. Heute gehören die zum Establishment. Aber wir sollten froh sein; als Karl-Eduard von Schni noch im Vollbesitz seiner bösen Macht war, wäre es dem im Traum nicht eingefallen, etwa Spitzenleute des Neuen Forums einzuladen. Insofern gibt es doch einen Qualitätsunterschied.

23.07.2018 23:25 part 76

Fast alle Parteien und Politiker fressen Kreide um ihre Ambitionen für die Zeit nach der Machtergreifung zu verschleiern, wenn dann aber neoliberale Politik noch auf ein flach begründetes Nationabewustsein trifft um die wahren Interessen für bestimmte Interessengruppen zu verschleiern, die eher der FDP Parteispenden verabreichen würden, dann sehe ich üderdeutlich wo die 5. Kolonne im Pfeffer liegt. Da hilft dann auch kein Lokalpatriotismus um die Wiedrsprüche im System noch mehr zu verdecken. Doch wer frei ist von politischer Bildung der werfe den ersten Wahlzellte in die Urne...

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