Landespolitik Tiefensee tritt nicht erneut für SPD-Landesvorsitz an

Wolfgang Tiefensee tritt nicht mehr als SPD-Landesvorsitzender an. Er stelle sich im November nicht noch einmal zur Wahl, kündigte Tiefensee Donnerstagabend beim SPD-Landesvorstand an.

Wolfgang Tiefensee
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Auch zur Landtagswahl im April 2021 werde er nicht mehr als Spitzenkandidat oder Wahlkreiskandidat ins Rennen gehen, sagte Tiefensee. Es sei der richtige Zeitpunkt gekommen, die Weichen in der Partei neu zu stellen. Den Zeitpunkt, seinen Abschied anzukündigen, hält der Thüringer SPD-Landeschef für gut gewählt. Die Partei habe nun bis zum Landesparteitag im November ausreichend Zeit, zu entscheiden, wer die Führung übernehmen soll, sagte Tiefensee MDR THÜRINGEN.

Politisches Ende im November

Bis zur Landtagswahl und auch bei der anschließenden Regierungsbildung werde er sich mit voller Kraft für die SPD einsetzen, dann aber einen Schnitt machen und sich aus dem politischen Dasein verabschieden. Tiefensee hatte den überraschenden Abgang mit seinem Alter begründet.

Schweigen über möglichen Nachfolger

Über seine Pläne nach der politischen Karriere hüllte er sich in Schweigen. Er fühle sich aber zu jung und zu kräftig, um sich in den Schaukelstuhl zu setzen, betonte er. Auch zu einem möglichen Nachfolger an der Parteispitze wollte sich Tiefensee nicht äußern. Es gebe eine Reihe hervorragender Personen, im Land wie auch in den Landkreisen und Städten, sagte er.

Als Grund für seine Entscheidung führte der Landeschef sein Alter an. Eine Legislatur nach der Wahl 2021 reiche bis über seinen 71. Geburtstag hinaus. Das wolle er sich und seiner Partei nicht zumuten.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 28. Mai 2020 | 21:00 Uhr

13 Kommentare

Peter vor 20 Wochen

Echt jetzt Elbflorenz, der normale Bürger? Der geht derzeit regulär mit etwas mehr als 65 Jahren in Rente. Mich wundert aber gar sehr, warum ganz ganz viele Bürger mit 63 in Rente gehen. Viele ohne Abschlag, manche mit. Bei denen scheint es durchaus für mehr als Miete und Nahrung zu reichen.
Da liegt Tiefensee doch, wenn er jetzt in Rente geht, im Durchschnitt.

aus Elbflorenz vor 20 Wochen

Gruß nach Leipzig und ich muss da doch einer Sache widersprechen: der normale Bürger muss bis Ende 60 arbeiten und bekommt danach nur eine karge Pension ausgezahlt, die gerade reicht, Miete und Nahrung zu bezahlen, und manchmal nicht mal das.

Peter vor 20 Wochen

Wolfgang Tiefensee tut das, was die allermeisten Deutschen tun. Er geht mit Mitte 60 in Rente.
Nun kann sich der musisch gebildete Diplom-Ingenieur mehr als bisher den schönen Dingen des Lebens widmen. Eigentlich auch vollkommen normal.
Ich als Leipziger behalte Wolfgang Tiefensee als Oberbürgermeister meiner Heimatstadt in guter Erinnerung.

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