Thüringer Landtag Nachforschungen entkräften Stasi-Vorwürfe gegen AfD-Abgeordneten Laudenbach

Der ehemalige Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Jürgen Haschke, entkräftet Stasi-Vorwürfe gegen den Thüringer AfD-Abgeordneten Dieter Laudenbach. Haschke sagte MDR THÜRINGEN, er habe das ihm vorliegende Stasi-Material geprüft. Von Laudenbach habe er weder eine Verpflichtungserklärung noch andere Hinweise gefunden.

Laudenbach habe ihn um diese Nachforschungen gebeten, sagte Haschke. Laudenbach soll früheren Medienberichten zufolge Ende der Achtzigerjahre von der Stasi als Spitzel unter dem Decknamen "Klaus" registriert worden sein. Allerdings ist bislang keine sonst in solchen Fällen übliche Verpflichtungserklärung aufgetaucht. Der AfD-Abgeordnete bestreitet die Vorwürfe.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 30. August 2020 | 20:00 Uhr

31 Kommentare

DER Beobachter vor 25 Wochen

Ich werde Stasizuträgerschaft junger Kerls mindestens ab den 60er Jahren, solange sie nicht nachweislich durch Erpressung erzwungen waren, immer als als Zumutung und Makel empfinden...

DER Beobachter vor 25 Wochen

Naja, wenn Sie schon die Analogie bemühen: die Hexenjagden funktionierten ja u.a. "nur" wegen Denunziation als Hexe aus Eifersucht und anderen persönlichen Motiven ... Ist ein Denunziant aus Eifersucht etc. deswegen ein Denunziant, der nicht minder niederträchtig wäre und mehr Verständnis verdiene, wenn es so wäre?

DER Beobachter vor 25 Wochen

Mich würde ja mal interessieren, was den Laudenbach dazu bewogen hat, gerade bei Haschke, Stasibeauftragter 1993-2003, Ex-DSU, um Absolution zu ersuchen. Und ich frage mich, wieviel wohl in diesen Jahren bei der Aufdeckung der Stasiverbrechen schiefgegangen sein muss, wenn der ehemalige Landesbeauftragte bei einer so doch sehr deutlichen Aktensprache dem Herrn den Persilschein ausstellt...

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