Parteien Gruhner äußert sich zu Kandidatur für den Junge-Union-Vorsitz

Der Thüringer CDU-Landtagsabgeordnete Stefan Gruhner hat sich inhaltlich zu seiner Kandidatur um den Bundesvorsitz der Jungen Union (JU) geäußert. Gruhner sagte MDR THÜRINGEN, in diesem Jahr stünden in drei ostdeutschen Bundesländern Landtagswahlen an, darunter in Thüringen. Als Landtagsabgeordneter habe er Erfahrungen im Umgang mit Populismus von Links und Rechts gesammelt. Diese Erfahrungen könne er als Bundesvorsitzender der Jungen Union einbringen. Beim Landtagswahlkampf werde es um zentrale Fragen der Demokratie gehen. Hier müsse sich die JU einsetzen.

Stefan Gruhner von der CDU beim Nachdenken
Stefan Gruhner Bildrechte: MDR/Karina Heßland

Gruhner hatte seine Kandidatur am Freitag per Facebook-Video öffentlich gemacht - einen Tag nach seinem bisher einzigen Gegenkandidaten Tilman Kuban aus Niedersachsen, der seine Bewerbung auf dem gleichen Weg veröffentlichte. Dass beide gegeneinander antreten, war bereits zuvor bekanntgeworden. Gruhner ist Landeschef der Jungen Union in Thüringen, Kuban in Niedersachsen.

Gruhner zeigte sich am Sonnabend optimistisch, dass er die Wahl gewinnt. Er verspüre große Unterstützung aus dem JU-Bundesverband. Bei der Wahl werde es aber darum gehen, die Delegierten zu überzeugen. Der Ostthüringer kündigte zudem an, dass er im Falle seiner Wahl sein Mandat als Thüringer Landtagsabgeordneter behalten will.

Thüringens CDU-Chef Mike Mohring sagte, die Thüringer Union drücke Stefan Gruhner die Daumen für seine Kandidatur. Ein Erfolg wäre ein starkes Signal für das Wahljahr in Thüringen. Dann könnte Gruhner die Thüringer CDU als Bundesvorsitzender der Jungen Union zusätzlich unterstützen. Thüringens Vize-Parteichef Mario Voigt begrüßte die Kandidatur Gruhners ebenfalls. Voigt sagte, würde Gruhner gewählt, wäre das ein tolles Zeichen im 30. Jahr der Friedlichen Revolution. Er sei der richtige Mann zur richtigen Zeit. Gruhner mache Politik mit Köpfchen und Ideen.

Der bisherige Bundesvorsitzende des Unions-Nachwuchses, Paul Ziemiak, war Ende vergangenen Jahres zum Generalsekretär der Bundes-CDU gewählt worden. Die Junge Union will daher am 16. März einen neuen Bundesvorsitzenden wählen. Gruhner könnte die gemeinsame Nachwuchsorganisation von CDU und CSU mit über 100.000 Mitgliedern nur eine Wahlperiode führen: Er ist bereits 34 Jahre alt, die Altersgrenze für die JU-Mitgliedschaft liegt bei 35. In der Satzung heißt es dazu: "Bekleidet ein Mitglied bei Vollendung des 35. Lebensjahres ein Amt in der Jungen Union, so erlischt die Mitgliedschaft mit Ablauf der Amtsperiode."

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 19. Januar 2019 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Januar 2019, 17:12 Uhr

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