Öffentlicher Dienst Warnstreiks in Kindergärten in Thüringen - Kundgebung in Jena

Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben am Mittwoch für höhere Gehälter gestreikt. Betroffen waren unter anderem die Stadt Jena und die Arbeitsagentur Gera. Am Morgen versammelten sich in der Innenstadt von Jena etwa 70 Beschäftigte zu einer Kundgebung, zu der die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte. Von den Streiks waren auch die kommunalen Kindergärten der Stadt betroffen. Drei von ihnen seien geschlossen, drei eingeschränkt geöffnet und vier regulär, sagte ein Stadtsprecher.

Kundgebung zum Tarifstreit in Jena

Wie viele Beschäftigte sich an der Arbeitsniederlegung beteiligten, konnte am Morgen noch nicht gesagt werden, so der Sprecher weiter. In "relevanten Bereichen" wie dem Gesundheitsamt werde der Betrieb aufrechterhalten.

Am Nachmittag soll auf dem Carl-Zeiss-Platz in Jena die sogenannte "unverzicht-Bar" öffnen. Das Motto lautet: "Wir sind #unverzichtbar und haben mehr als Klatschen verdient!" Beschäftigte sollen dort während der Stadtratssitzung miteinander ins Gespräch kommen und auf ihre Themen hinweisen.

Auch im Wartburgkreis Warnstreiks angekündigt

In Vacha im Wartburgkreis hatte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) für Mittwochmorgen zu einem Warnstreik in der Integrativen Kindertagesstätte aufgerufen. Die 15 Beschäftigten sollten von 6 bis 8 Uhr die Arbeit niederlegen.

Nahaufnahme der Figur: Schutzpatron der Stadt Vacha - Vitus - als römischer Ritter gekleidet
Auch Erzieherinnen aus Vacha beteiligen sich an den Warnstreiks. (Symbolfoto) Bildrechte: MDR/Heinz Diller

Quelle: MDR THÜRINGEN/gh/dr, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 14. Oktober 2020 | 07:00 Uhr

3 Kommentare

Auf der Sonnenseite des Lebens vor 2 Wochen

Nehmen wir doch mal als Beispiel den Bürgermeister von Hamburg, Peter Tschentscher, von der Sozialdemokratische Partei Deutschlands!

Warum zahlt einer von der Sozialdemokratische Partei Deutschlands nicht freiwillig seinen Angestellten einen angemessenes Gehalt? Warum muss es erst zum Streik kommen?

Bei der CDU würde ich das nicht anders erwarten, aber bei der SPD ist das nur noch absurd.

Vielleicht ist aber auch die SPD absurd!

Sia vor 2 Wochen

Eine tolle Einstellung bei der Gewerkschaft. Die "Unverzichtbaren" reichen die "Klatsche" an die Eltern weiter. Da werden überzogene Forderungen, wie vor ein paar Jahren, wieder auf dem Rücken derer ausgetragen, die sich am wenigsten wehren können. Die Lohnerhöhung beim letzten Kita-Streik hat nichts gebracht ausser Gebührenerhöhung und noch weniger Neueinstellungen wegen leerer Kasse. Aber gut, dass die Gewerkschaft nachweisen kann, dass ihre Mitglieder für ihren Beitrag von 1% des Bruttolohnes auch was erhalten. Die Zeche zahlen eh andere.

Akel vor 2 Wochen

Na warten wir mal die heutige Jahrhundertkonferenz der Länderchefs.
Vielleicht erübrigt sich ja der Streik, weil ein neuer Lockdown verkündet wird.

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