Ticker Sturm "Sabine" in Thüringen: Deutsche Bahn stellt Fernverkehr bundesweit ein

Der schwere Sturm "Sabine" fegt über Thüringen. Umgestürzte Bäume blockieren zahlreiche Straßen. Die Bahn stellte Sonntagabend den Verkehr komplett ein. Die Entwicklungen im Überblick.

Ein Windsack steht fast horizontal in der Luft und zeigt somit recht starken Wind an.
Orkan "Sabine" zieht auch über Thüringen, am Sonntag wurde eine amtliche Unwetterwarnung vor dem Sturm herausgegeben. Bildrechte: dpa

06:32 Uhr | Hier geht es zum "Sabine"-Ticker vom Montag:

20:30 Uhr | Sturm "Sabine": Umfangreiche Behinderungen am Montag erwartet

Für den Abend beenden wir zunächst unseren Live-Ticker, spätestens am Montagmorgen nehmen wir die Berichterstattung zu Sturm "Sabine" in Thüringen wieder auf. Die wichtigsten Informationen in der Zusammenfassung:

  • Die Deutsche Bahn hat den Fernverkehr bundesweit eingestellt. Auch der Regionalverkehr in Thüringen ist betroffen. Ausfälle und Behinderungen melden auch Erfurter Bahn und Abellio. Am Montagmorgen wird es im Freistaat daher massive Behinderungen im Zugverkehr geben. Ob und wie viele Züge fahren, war zunächst unklar.
  • Der Deutsche Wetterdienst warnt bis zum Morgen mit orkanartigen Böen und rät dazu, den Aufenthalt im Freien zu vermeiden. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben, auf möglicherweise herabfallende Gegenstände geachtet werden.
  • Auch im Straßenverkehr ist Vorsicht geboten. Bereits am Sonntag hatte die Polizei beispielsweise gewarnt, eine windanfällige Brücke der A71 nicht mit Wohnmobilen oder Lkw zu befahren.

Lesen Sie hier die bisherigen Sturm-Ereignisse vom Sonntag nach:

20:15 Uhr | Bahn stellt Regionalverkehr in Thüringen ein

Die Deutsche Bahn stoppt ab etwa 21 Uhr den Regionalverkehr in Thüringen. Das teilte das Unternehmen auf seiner Website mit. Betroffen seien auch Sachsen und Sachsen-Anhalt. Zuvor waren die Züge bereits mit geringerer Geschwindigkeit unterwegs.

19:50 Uhr | Orkan sorgt für Schul- und Flugausfälle

Auch andere Regionen Deutschlands hat Sturm "Sabine" fest im Griff. So fällt in vielen Städten in Nordrhein-Westfalen sowie in Teilen Hessens und Bayerns am Montag die Schule aus. Flughäfen wie Frankfurt/Main, Berlin-Tegel oder Hannover strichen Dutzende Starts und Landungen. Am Flughafen Erfurt-Weimar sind zum Wochenbeginn planmäßig keine Flüge vorgesehen, die Schulen im Freistaat bleiben wegen der Winterferien ohnehin leer.

19:20 Uhr | Erfurter Bahn stellt Zugverkehr wegen Sturm ein

Wegen des aufziehenden Sturmtiefs "Sabine" stoppt die Erfurter Bahn ihren Zugverkehr in Thüringen. Ab Sonntagabend, 20 Uhr, werde der Bahnverkehr schrittweise eingestellt, teilte das Unternehmen auf seiner Internetseite mit. Ein Notverkehr durch Busse könne nicht gewährleistet werden. Bis voraussichtlich Dienstag sei mit teils erheblichen Beeinträchtigungen im Zugverkehr zu rechnen. Die Erfurter Bahn betreibt mehrere Regionalstrecken in Thüringen - mit Halten beispielsweise in Arnstadt, Eisenach, Erfurt, Gera, Jena, Meiningen, Saalfeld und Weimar.

19:10 Uhr | Abellio: Reisende sollten auf Fahrten verzichten

Weil Sturm "Sabine" in Thüringen in der Nacht noch an Kraft gewinnen wird, rechnet Abellio für Montagmorgen mit erheblichen Beeinträchtigungen im Zugverkehr: "Es wird zu massiven Verspätungen und Zugausfällen kommen", heißt es in einer Mitteilung des Eisenbahnunternehmens vom Sonntagabend. Meist werde auch kein Ersatzverkehr angeboten werden können. "Fahrgäste werden gebeten, wenn möglich auf Fahrten zu verzichten."

ICE am Bahnhof.
Die Bahn stellt wegen Sturm "Sabine" nach und nach den Fernverkehr in ganz Deutschland ein. Bildrechte: IMAGO

18:55 Uhr | Züge für gestrandete Bahn-Passagiere

Die Bahn kündigte an, das Personal an den Bahnhöfen zu verstärken, um Reisende "bestmöglich zu betreuen und zu informieren". An großen Knotenbahnhöfen sollen Aufenthaltszüge für Reisende bereitgestellt werden. Im Rahmen der Fahrgastrechte würden auch Hotelgutscheine und Taxigutscheine ausgegeben. Bislang ist unklar, ob angesichts des bis Montag weiter zunehmenden Sturms auch der Nahverkehr eingestellt wird. Nicht abzusehen ist ebenfalls, wann die Züge wieder planmäßig rollen.

18:50 Uhr | Bahn-Stopp: Infos zu den Tickets

Nach der Einstellung des Fernverkehrs bei der Bahn, rät das Verkehrunternehmen noch bis Dienstag, geplante Fahrten möglichst zu verschieben. Den Angaben zufolge behalten alle bereits gekauften Tickets ihre Gültigkeit und können mindestens bis zum 18. Februar genutzt werden. Dies gilt auch für Fahrkarten mit Zugbindung. Die Tickets können aber auch kostenfrei storniert werden, Sitzreservierungen sind gebührenfrei umtauschbar. Die Bahn riet Reisenden dazu, sich vorab über ihre Reiseverbindung zu informieren: online, in der App "DB Navigator" oder telefonisch unter der kostenfreien Nummer (0800) 099 66 33.

18:30 Uhr | Polizei rät zu Vorsicht auf A71

Auf der Autobahn 71 herrscht auf der besonders windanfälligen Talbrücke Zahme Gera zwischen Ilmenau und Gräfenroda Windwarnstufe 1. Ein zwischenzeitliches Fahrverbot wegen starken Windes sei vorerst wieder aufgehoben worden, sagte in Polizeisprecher am Sonntag. Es werde allerdings empfohlen, diesen Abschnitt der A71 bei Sturm nicht mehr Wohmobilen und Lastwagen zu befahren.

18:15 Uhr | Unwetterwarnung für ganz Thüringen

Seit 18 Uhr gilt die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes nun auch für das gesamte Bundesland. In Thüringen ist demnach verbreitet mit orkanartigen Böen zu rechenen - also Windgeschwindigkeiten bis 115 km/h, in Schauernähe auch mehr. Die Warnung des DWD gilt zunächst bis 8 Uhr am Montagmorgen, im Süden Thüringens teilweise bis 12 Uhr.

Legende

Keine Warnungen Vorabinformation Unwetter Wetterwarnungen (Stufe 1) Warnungen vor markantem Wetter (Stufe 2) Unwetterwarnungen (Stufe 3) Warnungen vor extremem Unwetter (Stufe 4) Warnung vor Hitze Warnung vor extremer Hitze UV-Warnung

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) informiert laufend über die Warnsituation in Deutschland. Regionale Warnungen werden sehr kurzfristig herausgegeben, um möglichst genau sein zu können. Wenn Sie einen Punkt auf der Karte auswählen, werden Ihnen die entsprechenden Warnungen angezeigt.

18:05 Uhr | Zoo Erfurt geschlossen - Warnung vor Parkbesuch

Aus Sorge vor dem Sturm ist der Thüringer Zoopark Erfurt bereits am Nachmittag gesperrt worden. Auch die Klassik Stiftung Weimar warnte eindringlich vor dem Besuch ihrer Parkanlagen und Gärten. Der historische Baumbestand sei anfällig für Astabbrüche.

17:48 Uhr | Sturm in Thüringen: Wartburg bleibt geschlossen

Erste Auswirkungen des Sturms auf Thüringen haben sich bereits am Sonntagnachmittag bemerkbar gemacht. So fiel in Treffurt im Wartburgkreis eine geplante Zirkusveranstaltung aus. Der "Klassik Circus Trumpf" baute wegen der erwartenden Sturmböen sein Zelt vorsichtshalber ab. Am Montag kann außerdem die Wartburg bei Eisenach nicht besucht werden. Wie die Wartburg Stiftung mitteilte, bleibt das Touristenziel wegen des Orkans aus Sicherheitsgründen geschlossen.

17:30 Uhr | Bahn stellt Fernverkehr wegen Sturm komplett ein

Die Deutsche Bahn stellt wegen des starken Sturms ab 18 Uhr den Fernverkehr bundesweit ein. Eine Sprecherin sagte MDR THÜRINGEN, Ziel sei es, bis 20 Uhr alle Fernverkehrszüge in den Bahnhöfen zu haben. Im Nahverkehr könnten die Züge vorerst noch fahren. Allerdings sei auch hier nicht ausgeschlossen, dass der Verkehr später ebenfalls gestoppt werde.

Die Züge der Erfurter Bahn und Südthüringen-Bahn.
Die Erfurter Bahn hat wegen des angekündigten Orkans die Geschwindigkeit ihrer Züge heruntergesetzt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

17:15 Uhr | Abellio warnt - Erfurter Bahn drosselt Tempo

Auch Bahnreisende in Thüringen müssen mit Beeinträchtigungen im Zugverkehr rechnen. Sie sollten von Sonntagabend bis Dienstag möglichst auf Zugfahrten im Regionalverkehr verzichten, teilte das Unternehmen Abellio auf seiner Internetseite mit. Die Erfurter Bahn ließ ihre Züge ab Sonntag sicherheitshalber nur noch mit reduzierter Geschwindigkeit fahren, wie das Unternehmen mitteilte. Reisende müssten sich auf Verspätungen einstellen und auch mit verpassten Anschlüssen rechnen.

17:10 Uhr | Fernverkehr in NRW wegen Orkan "Sabine" eingestellt

Wegen des Sturmtiefs "Sabine" hat die Deutsche Bahn den Fernverkehr im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen eingestellt. Das teilte das Unternehmen am Sonntag auf Twitter mit. Am Montagmorgen soll außerdem der Zugverkehr auf einigen Linien in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg nicht aufgenommen werden.

16:55 Uhr | Bahn-Tickets stornieren oder flexibel nutzen

Angesichts der erwarteten Behinderungen durch Sturm "Sabine" lockert die Bahn die Bestimmungen für Tickets, die urspürnglich für Sonntag, Montag oder Dienstag gekauft wurden. Die Fahrkarten können bis mindestens Dienstag, den 18. Februar, genutzt werden, auch eine kostenfreie Stornierung bietet die Bahn an. Die Regelung gilt ebenfalls für Tickets mit Zugbindung.

16:50 Uhr | Bahn: Beeinträchtigungen im Zugverkehr

Nach Angaben der Deutschen Bahn kommt es seit Sonntagmittag "zu erheblichen Beeinträchtigungen im Regional- und Fernverkehr". Betroffen sei vor allem der Norden Deutschlands, aber Behinderungen seien deutschlandweit möglich. Aus mehreren Bundesländern wurden Streckensperrungen und Temporeduzierungen gemeldet. Reisende sollten ihre Verbindung vorab online prüfen. Aktuelle Informationen bietet die Bahn auch unter der kostenfreien Telefon-Hotline (0800) 099 66 33.

16:25 Uhr | Extremer Orkan auf dem Brocken erwartet

Auf dem Brocken im Harz werden bereits Windgeschwindigkeiten von 114 km/h gemeldet. Augenzeugen berichten, dass sich Menschen auf dem Berg teilweise nicht mehr auf den Beinen halten konnten. Auf Sachsen-Anhalts höchstem Berg sind laut Deutschem Wetterdienst extreme Orkanböen bis 180 km/h möglich.

16:10 Uhr | Warnung: Aufenthalt im Freien vermeiden

Der Deutsche Wetterdienst riet dazu, den Aufenthalt im Freien möglichst zu vermeiden. Wer trotzdem draußen unterwegs ist, sollte möglichst Abstand zu Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen halten. Fenster und Türen sollten geschlossen werden. Der Sturm könnte Bäume entwurzeln sowie Dachziegel, Äste oder andere Gegenstände herabstürzen lassen.

16:00 Uhr | Sturm Sabine: Amtliche Unwetterwarnung des DWD

Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Unwetterwarnung für Thüringen herausgegeben. Sie gilt seit 16 Uhr vor allem für Regionen im Süden des Freistaats, im Laufe des Sonntags wird eine Ausweitung auf das gesamte Bundesland erwartet. So ist am Abend mit schwerem Sturm und Orkanböen zu rechnen. Der DWD geht davon aus, dass verbreitet Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 km/h erreicht werden, in Schauernähe bis zu 120 km/h.

Quelle: MDR THÜRINGEN/maf,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Das Fazit vom Tag | 10. Februar 2020 | 07:00 Uhr

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