Sturmtief Wetter in Thüringen: Nach "Sabine" kommen Gewitter und Schnee

Nach Dutzenden Einsätzen von Feuerwehr und Polizei am Montag aufgrund des Sturms "Sabine" hat sich die Lage in Thüringen weitgehend beruhigt. Zwischen Ilmenau-West und Gräfenroda bleibt die A71 allerdings wegen starken Windes für Fahrzeuge mit hohen Aufbauten gesperrt.

Ein Feuerwehrmann steht auf einer Leiter und richtet Dachziegel nach Sturmschäden.
In Eisfeld im Landkreis Hildburghausen fegte Sturm "Sabine" Dachziegel von einem Haus. Bildrechte: MDR/News5/Ittig

Sturmtief "Sabine" hat sich in der Nacht zu Dienstag in Mittel- und Westthüringen beruhigt. Die Rettungsleitstelle in Erfurt und die Polizeistationen in Eisenach, Erfurt, Gotha, Sömmerda und Weimar meldeten keine neuen Einsätze wegen des Sturms.

Anders sah es im Wartburgkreis aus. Dort waren Feuerwehren noch im Einsatz. Grund waren umgestürzte Bäume oder herabgefallene Äste in Oechsen, Geisa, Eisenach, Marksuhl und Vacha. Zwischen Ilmenau-West und Gräfenroda bleibt die A71 wegen starken Windes für Fahrzeuge mit hohen Aufbauten gesperrt.

Wälder in Thüringen überstehen Sturm "Sabine" glimpflich

Die Thüringer Wälder haben Orkan "Sabine" relativ glimpflich überstanden. Das hat nach Angaben der Landesbehörde ThüringenForst ein erster Überblick ergeben. Demnach richtete der Sturm deutlich weniger Schäden an als "Friederike" 2018 oder "Kyrill" 2007. Ein Sprecher sagte, die trockenen Böden hätten zumindest tiefwurzelnden Bäumen eine gewisse Verankerung und damit Stabilität verliehen. Das genaue Ausmaß der Schäden werde aber erst in den nächsten Wochen und Monaten sichtbar.

Schneefall im Thüringer Wald

Der Deutsche Wetterdienst gab am Dienstagmorgen eine amtliche Warnung vor starkem Gewitter heraus - für die Kreise Gotha, Sömmerda, Weimarer Land sowie Eisenach und Erfurt. Aufgrund deutlich kälterer Luftmassen sinkt die Schneefallgrenze, vor allem im Thüringer Wald wird mit Schnee gerechnet. In der Nacht zum Mittwoch lässt der Wind nach, es gibt weiterhin stürmische Böen im Tiefland und Sturmböen im Thüringer Wald.

Am Montag war das Sturmtief "Sabine" mit fast 100 km/h über Thüringen gefegt. Dutzende Mal mussten Feuerwehr und Polizei ausrücken, oft wegen umgeknickter Bäume oder herabgefallener Äste, die Straßen blockierten. Zwischen Ohrdruf und Luisenthal erlitt ein Autofahrer Verletzungen, als er gegen einen Baumstamm stieß, der auf der Fahrbahn lag.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 11. Februar 2020 | 08:00 Uhr

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