Sonneberg 3.000 Menschen demonstrieren gegen Gebietsreform

Rund 3.000 Menschen haben am Montagabend in Sonneberg für den Erhalt des Landkreises und der Kreisstadt demonstriert. Bürgermeister Heiko Voigt (parteilos) sprach von einem überwältigenden Votum und einem unüberhörbaren Signal. Er warnte vor dem Verlust des Kreisstadt-Status, weil sonst die Wirtschaft und die Infrastruktur geschwächt würden. Ab sofort solle es jeden Montag eine solche Demonstration geben. Voigt sagte wörtlich: "Wir machen so lange weiter, bis aus Erfurt Signale kommen, dass mit diesem Blödsinn aufgehört wird."

Zum Demo-Auftakt lieferten 20 Feuerwehrfahrzeuge aus dem gesamten Kreis ein ohrenbetäubendes Sirenengeheul. Mehrere Demonstrationsteilnehmer sagten MDR THÜRINGEN, sie wollten weiterhin für den Erhalt der Kreisstadt kämpfen. Landrätin Christine Zitzmann (parteilos) forderte die Regierung auf, erst eine Aufgaben- und Finanzreform auf den Weg zu bringen, ehe Gebietsgrenzen verschoben werden. Sie rief der Menge zu, sie werde nicht zulassen, dass der Landkreis Sonneberg im 150. Jahr seines Bestehens aufgelöst wird und erhielt tosenden Beifall.

Die Thüringer Landesregierung plant im Zuge ihrer Kreisgebietsreform einen Südkreis mit den jetzigen Kreisen Sonneberg, Hildburghausen und der Stadt Suhl. Neue Kreisstadt soll die Stadt Hildburghausen werden.

Über dieses Thema berichtet MDR THÜRINGEN auch im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 08.052017 | 22:00 Uhr

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