Gemeinderat traf wichtige Entscheidung Badehaus Masserberg gerettet

Der Masserberger Gemeinderat hat die Verträge zur Übernahme der insolventen Kurklinik mit deutlicher Mehrheit beschlossen. Demnach wird der kommunale Klinikverbund Regiomed die Klinik übernehmen. Damit hat die ganze Region um Masserberg wieder eine Zukunft, sagte Bürgermeister Dennis Wagner. Die Gemeinde Masserberg kauft von der insolventen Betreibergesellschaft RKT Klinik und Grundstück zurück. Der dafür notwendige Kredit von rund 9 Millionen Euro wird über die Pacht bedient, so der Plan.

Alternativ hätte man das 1994 eröffnete Badehaus möglicherweise abreißen müssen, da das jährliche Defizit rund 600.000 Euro pro Jahr betrug. Die Kur- und Touristik GmbH als Betreiber befindet sich seit rund fünf Jahren in der Insolvenz und die Gemeinde als Eigentümerin hat ebenfalls kein Geld für die notwendige Renovierung.

Außenansicht des Badehaus in Masserberg.
Masserberg empfängt seit dem 19. Jahrhundert Kurgäste. Das Badehaus wurde 1994 eröffnet. Bildrechte: MDR/Tino Geist

Die acht Millionen Fördermittel des Landes für die Sanierung des Badehauses waren an eine Bedingung geknüpft: Das Geld fließt nur, wenn die Klinik erhalten bleibt und saniert wird.

Völlige Umgestaltung zur Wald-Wellness-Anlage

Das Badehaus ist seit 2015 geschlossen. Die Pläne für seine Sanierung jedoch sind längst fertig. So soll der Saunabereich aus dem Erdgeschoss in die obere Etage verlagert werden mit einem Außenbereich bis hin zum nahen Rennsteig. Auch die Wasserbecken erhalten ein neues Aussehen, wobei das Badehaus weiterhin kein Spaßbad mit Riesenrutschen sein soll.

Der Kurort Masserberg hat Tradition. Seit Ende des 19. Jahrhunderts kommen Kurgäste nach Masserberg. 1949 wurde die Augenheilstätte als Außenstelle der Jenaer Universitäts-Augenklinik gegründet. 1991 entstand mit der Eröffnung der „Prof. Georg Lenz Klinik“ mit den Indikationen Augenheilkunde und Krebsnachsorge eine moderne, zeitgerechte Form der Rehabilitation.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | 20. April 2018 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. April 2018, 21:36 Uhr

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8 Kommentare

21.04.2018 15:52 martin (nicht #1) 8

@7 Klarsichtbrille: Bei Ihrer umfassenden Bildung, kennen Sie sicher den Spruch mit der eigenen Nase. Vielleicht denken SIE mal darüber nach, statt Mitkommentatoren zu beschimpfen, weil Ihnen keine Argumente für Ihre Thesen einfallen? Nein, ich erwarte darauf keine Antwort und komme lieber zum Thema zurück:

@2 Walter: Wenn es zum x-ten Spaßbad umgebaut würde, könnte ich Ihnen nur zustimmen. Aber wenn man sich an der "alten Bäder-Kultur" orientiert und diese mit modernen Elementen verbindet, könnte die Kombination durchaus funktionieren. Nach Bad Sulza fahren die Gäste auch gezielt.

Für die Region ist es jedenfalls eine bessere Chance als der Abriss. Ob sie genutzt wird - das wird sich zeigen müssen. Immerhin gibt das Land auch mal einem anderen Ort als Oberhof Geld.

21.04.2018 14:04 Klarsichtbrille 7

Nr.:6 Martin: Wen es Ihnen reicht Ihre Bildungslücke zu bereinigen, bin ich ja heilfroh. Hoffentlich kommt das nicht wieder bei Ihnen vor. Zu dem Kommentar Nr. 1, martin , es läuft alles nach Plan, hier scheint auch einiges seit 1989 bei Ihnen aus dem Ruder zu laufen. Die SED-Planwirtschaft ist seitdem nicht mehr vorhanden und wir haben jetzt alle in Thüringen mit der Marktwirtschaft zu tun. Also mein Freund immer schön sachlich bleiben und erst den Horizont einschalten.

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