Schnelltests 15 Infektionen bei Corona-Massentest in Hildburghausen festgestellt

Wegen hoher Corona-Zahlen steht der Landkreis Hildburghausen seit einiger Zeit im deutschlandweiten Fokus. Freiwillige Schnelltests an Schulen und Kindergärten sollten nun mehr Klarheit bringen. Von 9.000 möglichen Testpersonen haben sich gut 2.400 beteiligt.

Bei Corona-Schnelltests für Schulen und Kindergärten im Kreis Hildburghausen sind 15 weitere Infektionen festgestellt worden. Das teilte das Landratsamt am Freitagabend zum Abschluss der viertägigen Testreihe mit. Bei den freiwilligen Tests haben sich den Angaben nach 2.418 von möglichen 9.000 Kinder, Jugendliche, Lehrkräfte und Erzieher beteiligt.

Landrat: verschärfte Maßnahmen wirken

Landrat Thomas Müller (CDU) sieht sich mit dem Ergebnis bestätigt, dass Schulen und Kindergärten ihren Beitrag zum Infektionsgeschehen hätten. Die Häuser seien seit 24. November geschlossen gewesen und somit könnten auch die verschärften Kontaktbeschränkungen gewirkt haben. Bis zum eigentlichen Testbeginn seien bereits 58 Kinder und Erwachsene aus Schulen und Kindergärten positiv getestet worden, so Müller.

Schnelltests in Hildburghausen

Der Landkreis Hildburghausen zählt zu den Corona-Hotspots in Deutschland. Als Reaktion darauf wurden an Schulen und Kindergärten Antigen-Tests durchführt. Seit Dienstag waren in dem südthüringischen Landkreis zwei Dutzend Testteams unter anderem von Bundeswehr und Deutschem Roten Kreuz (DRK) vor Ort. Allerdings war die Testreihe nicht unumstritten. So hatten sich einige Bürgermeister geweigert, die Tests an ihren Einrichtungen anzubieten.

In dem Landkreis gilt wegen der hohen Infektionszahlen derzeit ein regionaler Lockdown mit strengen Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, einem Versammlungsverbot und verschärfter Maskenpflicht. Schulen und Kindergärten sind geschlossen. Am Freitagabend lag die Zahl der Neuinfektionen der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner bei 437.

Quelle: MDR THÜRINGEN/sar, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 04. Dezember 2020 | 20:00 Uhr

7 Kommentare

pepe79 vor 7 Wochen

@Berliner Thüinger
Sie stellen die tichtige Frage! Dor Tests gehören endlich in die Heime. Heime Argumentieren mit Personalmot, die wird aber um rin vielfaches schlimmer wenn die Pflegekräfte ausfallen.

Abgesehen davon kenne ich mehrere Patienten die asymptomatisch sind, PCR positiv sind aber im Antigenschnelltest negativ. Ein negariver QG Schnelltest deutet auf geringe bis niedrige Infektösität hin, auch wenn dies nicht sicher ost. Mit PCR wären sichr mehr positive aufgegallem jedoch bei eher nicht bestehender Infektiosität auch umsonst in Isolation! Daher sind die Antigentests der bessere Weg!

Silent_John vor 7 Wochen

Mensch , Werner Orginal , ich danke Dir einfach mal für die Mühe, eine Analyse der Sicht der Meinungsmacher zu erstellen. Ohne selber einer der genannten Gruppierungen anzugehören und ohne zu demonstrieren - ich teile dieses Gefühl.

Berliner In Thueringen vor 7 Wochen

Sind ja interessante Zahlen!

Von 9.000 möglichen Testkandidaten haben sich 2.500 testen lassen, also etwas über 1/4 . Nicht gerade eine hohe Quote. Von den 2.500 gab es 15 Positive Tests (nicht Erkrankungen!), also weniger als 1 Prozent.

Da sich hier überwiegend Lehrer, Erzieher und Kinder testen lassen konnten, in Meinen Augen der klare beleg dafür das Schulen und Kitas KEINE Hotspots sind.

Frage wo sind diese Hot-Spots? In Altenheimen? warum gibt es da keine Tests? Angst vor zu hohen Zahlen? Passt nicht in vorgegeben Bild?

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