Millionenloch bei Klinikverbund Kreis Hildburghausen will Regiomed helfen

Der Kreistag in Hildburghausen hat den Weg für Finanzhilfen für den angeschlagenen regionalen Klinikverbund Regiomed freigemacht. Mit großer Mehrheit beschlossen die Abgeordneten auf der nichtöffentlichen Sitzung am Mittwoch den dafür notwendigen sogenannten Betrauungsakt.

Kommunale Gesellschafter in Thüringen und Franken gefragt

Landkreise dürfen privaten Unternehmen nicht einfach Geld überweisen. Mit Hilfe des Betrauungsaktes wird sichergestellt, dass die Mittel dem Allgemeinwohl dienen. Sonst hätte man möglicherweise Probleme mit EU-Förderrichtlinien bekommen, sagte Landrat Thomas Müller (CDU). Über konkrete Summen sei auf der Sitzung nicht gesprochen worden.

Regiomed betreibt Kliniken und Medizinische Versorgungszentren in Südthüringen und Oberfranken. Gesellschafter sind zu gleichen Anteilen die Landkreise Sonneberg, Hildburghausen sowie Lichtenfels und Coburg. Im letzten Jahr hat das Unternehmen erstmals einen Verlust von mehr als 20 Millionen Euro eingefahren. Laut Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke braucht der Verbund rund 40 Millionen Euro. Über die Finanzhilfen wird voraussichtlich erst im September entschieden, wenn der Jahresabschluss vorliegt. Entscheidungen zur künftigen Struktur im Klinikverbund hat der Kreistag auf Freitag nächster Woche vertagt.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 14. August 2019 | 20:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. August 2019, 19:48 Uhr

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2 Kommentare

15.08.2019 14:37 Sabrina 2

Zitat:
"und ist der größte Arbeitgeber der Region in Gefahr"

Das kann doch nicht wahr sein:
Gesundheit gefährdet Arbeitsplätze !

15.08.2019 13:22 harzer Käse 1

Wir haben es ja.

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