Gießübel|Brattendorf 150 Kündigungen überreicht: Meg Mechanik schließt Standorte in Thüringen

Aufgrund von Managementfehlern wird der Hersteller und Zulieferer für Batterieladetechnik Meg Mechanik seine Werke in Gießübel und Brattendorf im Landkreis Hildburghausen zum Jahresende schließen. Die 150 Mitarbeiter haben bereits ihre Kündigung.

Der Hersteller und Zulieferer für Batterieladetechnik Meg Mechanik stellt seinen Betrieb voraussichtlich zum Jahresende ein. Das bestätigte der zuständige Insolvenzverwalter MDR THÜRINGEN am Dienstag. Den rund 150 Mitarbeitern wurden demnach bereits die Kündigungen überreicht.

Das Unternehmen hat zwei Standorte im Landkreis Hildburghausen: in Gießübel und Brattendorf. Nach Angaben des Insolvenzverwalters Kai Dellit ist es nicht gelungen, Investoren für das insolvente Unternehmen zu finden. Der Insolvenzantrag wurde bereits Mitte des Jahres gestellt.

Konkurrenzfähige Produktion nicht mehr möglich

Grund für die Pleite sind laut Dellit Managementfehler gewesen. So seien unter anderem in den letzten Jahren Weichen massiv falsch gestellt worden. Dadurch hätte es zum Beispiel keine hinreichenden Investitionen in veraltete Maschinen gegeben. Eine konkurrenzfähige Produktion sei so nicht mehr möglich gewesen. Zuerst hatte das Freie Wort über das Ende der Werke berichtet.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 03. November 2020 | 08:30 Uhr

2 Kommentare

S.M. vor 3 Wochen

Wer nix investieren will, bleibt auf der Strecke. Dies bezieht sich aber nicht nur auf materielle Dinge, sondern auch auf die Mitarbeiter. Wenn man die Leute nur knapp über Mindestlohn bezahlt, wird man nicht die Fachkräfte bekommen, die man eigentlich bräuchte. Ich selbst hatte mich vor etwas längerer Zeit auch mal bei MEG beworben. Man hat mich zum Vorstellungsgespräch eingeladen, mir die Einstellung mündlich zugesagt und einige Tage später erhielt ich die Info, dass die Stelle gar nicht freigegeben ist zum besetzen. ... Also sorry, das finde ich echt inkompetent.... Was mich an den Artikel aber richtig erstaunt, dass sich für Brattendorf kein Investor gefunden hat. Dort fertigt man schließlich Komponenten für das Eisenbahn Geschäft eines großen deutschen Herstellers.

Euphemismus vor 3 Wochen

Ob die Ohren klingeln, bei der Feststellung das man kein marktfähiges Produkt hat.
Entgegen der Eigenen Behauptung wird der erste Marktkontakt diese sogar Mitteldeutschland im Namen führende Anstalt ihre Insassen mit offenem Mund staunen lassen, wie schnell die Insolvenz ohne Kunden eintritt.

Mehr aus der Region Suhl - Hildburghausen - Sonneberg - Ilmenau

Mehr aus Thüringen