Südthüringen Innenminister Maier befürchtet weitere Rechtsrockkonzerte

Nach der Bekanntgabe eines größeren Grundstückskaufs durch den Südthüringer Rechtsextremisten Tommy Frenck hat sich Innenminister Georg Maier (SPD) enttäuscht gezeigt. Maier befürchtet, dass Frenck auf eigenem Grund und Boden künftig noch mehr Rechtsrockkonzerte veranstalten wird. Zu Veranstaltungen in Themar und Kloster Veßra waren in der Vergangenheit bis zu 6.000 Rechtsextreme gekommen.

Tommy Frenck hatte am Montag ein in der Nähe seiner Gaststätte in Kloster Veßra liegendes, 3.000 Quadratmeter großes Grundstück ersteigert. Dies gab der Kreistagsabgeordnete am Tag der Versteigerung auf seiner Facebook-Seite bekannt. Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) sagte MDR THÜRINGEN, es sei zu befürchten, dass es in Kloster Veßra künftig noch mehr Rechtsrockkonzerte geben werde. Er wolle dagegen vorgehen. Laut Maier gebe es Möglichkeiten, zu prüfen, was die Behörden noch gegen die Grundstücksübertragung und Konzerte auf dem Grundstück tun könnten.

Neonazis bei einem Musikfestival, 2017
Neonazis im Juli 2017 bei einem Rechtsrockkonzert in Themar (Archivbild). Bildrechte: dpa

Das Amtsgericht Sonneberg bestätigte MDR THÜRINGEN, dass das Grundstück am Montag versteigert worden sei. Richterin Grit Stolze sagte, der Zuschlag sei an den Meistbietenden erteilt worden. Alle rechtlichen Voraussetzungen für die Versteigerung des Grundstücks seien erfüllt. Ob es sich bei dem Käufer um Tommy Frenck handelt, wollte Stolze mit Verweis auf den Datenschutz nicht bestätigen. Sie wies zudem daraufhin, dass die Versteigerung des Grundstücks schon Mitte Oktober öffentlich gemacht wurde.

Tommy Frenck war Mitglied der NPD und hatte bei der Kommunalwahl Mitte April diesen Jahres 16,6 Prozent für das "Bündnis Zukunft Hildburghausen" erreicht. Schon seit einigen Jahren ist er Mitorganisator rechtsextremistischer Konzerte in Südthüringen. Vor allem in Kloster Veßra und Themar sind zu diesen Konzerten teils bis zu 6.000 Besucher gekommen. Frenck hatte diese Veranstaltungen meist als politische Versammlung angemeldet, um so zu umgehen, dass derartig getarnte Konzerte von Thüringer Gerichten verboten werden. Für Versammlungen liegen die juristischen Schranken höher.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Die Regionalnachrichten | 27. November 2018 | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. November 2018, 07:21 Uhr

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16 Kommentare

28.11.2018 14:35 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch" 16

Wenn man durch zu "politische Veranstaltungen" umbenannten kommerziellen Konzerten ein paar Abgaben an den Staat "spart", kann man diese Ersparnis auch in Immobilien investieren, wo weitere zu "politischen Veranstaltungen" umbenannte kommerzielle Konzerte veranstaltet werden können.

Immerhin ist dem Staat schon mal bewußt, daß er in diesem Fall 'beschissen' wird.
Ich empfehle einen Arbeitskreis, der ergründet, was man in solch einem Fall als Staat machen kann.

28.11.2018 13:28 Charly 1 15

Warum macht man um die Ersteigerung eines Grundstücks so einen Wirbel ??? Das ist eine ganz normale und legale Sache und mir ist nicht bekannt das solch ein Vorhaben einer politischen Gesinnung unterliegt.

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