Nach Streit in CDU Neue Fraktion im Hildburghäuser Stadtrat

Der Neugründung der neuen Fraktion "Pro HBN - gemeinsam für Hildburghausen" liegt ein Streit innerhalb der CDU-Fraktion im Stadtrat zugrunde. Eine sachorientierte Zusammenarbeit mit CDU-Stadträtin Kristin Obst sei nicht mehr möglich gewesen, heißt es.

Im Stadtrat von Hildburghausen gibt es seit Mittwoch eine neue Fraktion. Vier von fünf ehemaligen CDU-Fraktionsmitgliedern haben sich zu "Pro HBN - gemeinsam für Hildburghausen" zusammengeschlossen. Wie Sprecher Thomas Schmalz MDR THÜRINGEN sagte, stand eine Rückgabe der Mandate nie zur Debatte. Bürgermeister Tilo Kummer (Linke) kündigte für den 22. Juli eine Sonderstadtratssitzung an. Dort sollen unter anderem die Sitze in den Ausschüssen neu verteilt werden.

Die Mitglieder der neugebildeten Fraktion PRO HBN im Stadtrat von Hildburghausen
Die neue Fraktion "Pro HBN - gemeinsam für Hildburghausen": Patrick Hammerschmidt, Brigitte Wütscher, Thomas Schmalz, Ingo Bartholomäus (v.l.n.r.) Bildrechte: PRO HBN

CDU in Hildburghausen: Uneins über Umgang mit AfD

Vier von fünf ehemaligen CDU-Fraktionsmitgliedern hatten am Montag ihren Austritt aus der Fraktion erklärt. Gründe nannten sie zunächst nicht. Wie es am Mittwoch hieß, sei eine sachorientierte Zusammenarbeit in der Fraktion nicht mehr möglich gewesen. Die Kritik bezieht sich vor allem auf die Stadträtin Kristin Obst. Unter anderem deren Wahlniederlage bei der Landtagswahl sei der Fraktion angelastet worden. Ständige Schuldzuweisungen und ein respektloser Umgang hätten zu einer endgültigen Zerstörung des Vertrauensverhältnisses geführt.

Kristin Obst sitzt nun als Einzelkandidatin für die CDU im Hildburghäuser Stadtrat. Auch sie spricht von Meinungsverschiedenheiten innerhalb der einstigen Fraktion. Vor allem der Umgang mit der AfD sei ein ständiger Streitpunkt gewesen, erklärte Obst.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jw

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 08. Juli 2020 | 16:30 Uhr

1 Kommentar

Jens66 vor 5 Wochen

Der Name klingt ja schon mal vielversprechend für die Bürgerinnen und Bürger. Da kann man endlich Politik machen und Projekte angehen!

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