Wilkinson übernimmt Harry's Rasierklingenhersteller aus Eisfeld wird verkauft

Der Rasierklingenhersteller Harry's in Eisfeld im Landkreis Hildburghausen geht an den US-amerikanischen Konkurrenten Wilkinson. Wie eine Unternehmenssprecherin am Montag bestätigte, wird die Wilkinson-Tochter Edgewell Personal Care das Eisfelder Werk mit rund 600 Mitarbeitern für knapp 1,4 Milliarden US-Dollar (rund 1,2 Milliarden Euro) übernehmen. Der Verkauf soll Ende März 2020 abgeschlossen sein. Dem Deal müssen die US-Kartellbehörden noch zustimmen.

Die hauseigenen Marken wie Harry's und Flamingo sollen weiterhin in Eisfeld produziert werden. In den USA, Großbritannien sowie in Kanada werden die Rasierer online vertrieben. Außerdem stellt das Eisfelder Unternehmen hochwertige Klingen für us-amerikanische Drogerieketten wie Target oder Handelsunternehmen wie Walmart her.

Das US-amerikanische Startup Harry's hatte das Eisfelder Unternehmen vor fünf Jahren übernommen. Seitdem wurden pro Jahr zweistellige Millionenbeträge investiert. Aktuell plant Harry´s den Bau von zwei weiteren Produktionshallen, dafür hat sich die Firma bereits das Grundstück gesichert. Die beiden Harry's-Gründer Andy Katz-Mayfield und Jeff Raider sollen das zukünftige, kombinierte Unternehmen (Harry’s und Edgewell Personal Care) mit führen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 13. Mai 2019 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Mai 2019, 09:33 Uhr

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7 Kommentare

16.05.2019 09:57 der Uwe 7

Zitat - Foto:" Bodo Ramelow lässt sich rasieren" Ende- Am besten er spendiert gleich dem Hofreiter noch eine Rundum-Schur .....

15.05.2019 08:46 martin 6

@3 manu: Die Frage, warum sich die Firma kaufen lässt, können Außenstehende nicht mit Sicherheit beantworten.

Allerdings ist es in den USA üblich, dass für eine neue Geschäftsidee (egal ob aus der Entwicklungsabteilung eines Unternehmens heraus, von einer Hochschulen oder aus der Forschung oder völlig frei) ein neues Unternehmen gegründet wird, das sich Risikokapital besorgt und versucht die Idee umzusetzen.

Wenn es klappt, dann wird die Firma häufig vom "Ursprungsunternehmen" zurückgekauft oder in ein bereits etabliertes Unternehmen eingegliedert. Der "Lohn" der Unternehmensgründer ist dann der Verkaufspreis.

Wenn es nicht klappt, dann wird das in den USA anders bewertet als hier. In D ist man "eine gescheiterte Persönlichkeit". In den USA gilt man als jemand, der sich traut auch mal was Neues auszuprobieren. Auch der Zugang zu Risikokapital ist in den USA deutlich einfacher als hier.

Dieses Modell KÖNNTE hier dahinter stehen.

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