Kreis Hildburghausen Rechtsextreme wollen Gasthof in Südthüringen kaufen

Mitglieder der rechtsextremen Szene wollen einen Gasthof in Brattendorf im Kreis Hildburghausen kaufen. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN ist das Geschäft aber noch nicht abgeschlossen. So wurde der Kaufpreis von 250.000 Euro noch nicht bezahlt. Außerdem hat ein Geldinstitut potenziellen Käufern einen Kredit über diese Summe verweigert. Die Gemeinde prüft ein eventuelles Vorkaufsrecht.

Teilweise mit Schnee bedeckte Piratenfigur aus Holz im Winter vor einem Fachwerkhaus, an dem ein Schild hängt: "Gasthof Haselbach. Schloßbrauerei Schwarzbach/Thüringen" in Brattendorf im Kreis Hildburghausen.
An diesem Gasthof in Brattendorf haben nach MDR-Informationen Rechtsextreme Interesse. Der Holzpirat davor gehört wohl zum Inventar. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich

Die Linke-Fraktion im Thüringer Landtag erklärte hingegen am Mittwoch unter Berufung auf Innenminister Georg Maier (SPD), die Immobilie befinde sich bereits in den Händen von Neonazis. Die Linke-Abgeordnete Katharina König-Preuss sprach in einer Pressemitteilung von "nunmehr 16 Immobilien", die sich in den Händen von Neonazis befänden beziehungsweise auf die Neonazis Zugriff hätten.

Thüringen ist bundesweit einer der Schwerpunkte von Konzerten und anderen Veranstaltungen der rechten Szene. Häufig werden diese als politische Veranstaltungen angemeldet, haben aber einen deutlichen kommerziellen Anteil. Rechtsrock-Veranstaltungen fanden in den vergangenen Jahren unter anderem in Kloster Veßra und in Themar statt.

Sowohl betroffene Kommunen und Landkreise wie auch die rot-rot-grüne Thüringer Landesregierung haben immer wieder versucht, solche Veranstaltungen zu verhindern. Am Donnerstag hatte der Thüringer Landtag allerdings mit der Mehrheit von Linken, SPD und Grünen einen Gesetzentwurf der CDU zur Verschärfung des Versammlungsrechts abgelehnt. Der Entwurf sah unter anderem die Möglichkeit für Kommunen als Versammlungsbehörden vor, den Kommerzialisierungsgrad einer angemeldeten Veranstaltung zu prüfen und gegebenenfalls eine Genehmigung als politische Versammlung zu verweigern. Die Regierungskoalition kritisierte an dem Entwurf, er täusche Handlungsfähigkeit nur vor.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten regional | 01. Februar 2019 | 11:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. Februar 2019, 11:42 Uhr

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17 Kommentare

02.02.2019 17:23 a.g. 17

@Atheist aus Mangel an Beweisen: Wegen Ihren Neubau des Barrierefreien Bungalow. Solange der Handlauf links ist, sollte das passen.

02.02.2019 15:58 Mikro 16

Naja wenn das Geld dafür vorhanden ist dürfte es doch kein Problem wenn diese Bürger das Grundstück rechtmäßig erwerben.Ich könnte ja auch nichts machen,wenn jemand neben mir ein Grundstück kauft,um da eine Moschee oder ein Migrantenwohnheim hinbauen würde.Zum Glück ist neben mir nix frei und wegziehen ginge ja zur Not auch noch.

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