Anhänger der rechten Szene treffen sich zu einem Neonazi-Konzert.
Anhänger der rechten Szene treffen sich zu einem Neonazi-Konzert. In Mattstedt war zuvor ein Konzert der rechten Szene mit juristischen Mitteln verhindert worden. Bildrechte: dpa

Nach Mattstedt-Absage Rechte Szene veranstaltet Ersatzkonzert in Kloster Veßra

Anhänger der rechten Szene treffen sich zu einem Neonazi-Konzert.
Anhänger der rechten Szene treffen sich zu einem Neonazi-Konzert. In Mattstedt war zuvor ein Konzert der rechten Szene mit juristischen Mitteln verhindert worden. Bildrechte: dpa

"Ersatzanmeldung" in Kloster Veßra

Nach der Absage des Neonazi-Konzerts in Mattstedt hat es am Abend ein Konzert in der Gemeinde Kloster Veßra im Kreis Hildburghausen gegeben. Wie ein Polizeisprecher dem MDR sagte, versammelten sich auf einem Grundstück rund 500 Menschen. Zwischenfälle habe es nicht gegeben. Das Konzert sei von einem bekannten Vertreter der rechten Szene in Thüringen kurzfristig angemeldet worden. Die Polizei Thüringen wertete die Veranstaltung als "Ersatzanmeldung" für das abgesagte Rechtsrock-Konzert in Mattstedt. Aufgrund der räumlichen Kapazitäten wurde die Anreise weiterer Teilnehmer durch die Polizei verhindert.

In Sachsen-Anhalt ist die Polizei gegen ein unangemeldetes rechtes Treffen in Sotterhausen bei Sangerhausen vorgegangen. Laut Polizei hatte der Landkreis Mansfeld-Südharz ein Verbot verfügt. Anreisende Besucher seien abgewiesen worden.

Rechtsrock-Konzert in letzter Minute geplatzt

Zuvor war das geplante Rechtsrock-Konzert in Mattstedt geplatzt. Das Verwaltungsgericht Weimar hatte einen Eilantrag der Veranstalter abgelehnt, das Gelände doch noch nutzen zu können. Zur Begründung hieß es, der von den Veranstaltern vorgelegte Mietvertrag hätte nicht abgeschlossen werden dürfen, ohne wirklich alle Flächen-Eigentümer um Erlaubnis zu fragen. Deshalb sei die Gemeinde berechtigt gewesen, den Zutritt zu verweigern, um das Privateigentum der Grundstücksbesitzer zu schützen. Teile des Geländes gehören dem Bund.

Die Organisatoren haben die Entscheidung nicht mehr angefochten. Beim Thüringer Oberverwaltungsgericht ging nach Angaben eines Sprechers bis zum Freitagabend kein Schriftsatz ein. Zum Gelände hätten die Veranstalter bis Montag um 7 Uhr keinen Zutritt, sagte ein Sprecher Landespolizeidirektion MDR THÜRINGEN. Auch nicht, um die Technik abzubauen.

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Zuletzt aktualisiert: 27. August 2018, 07:54 Uhr

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32 Kommentare

28.08.2018 13:53 Eulenspiegel 32

Ich denk hier hat die Polizei nur das getan was ihre Aufgabe ist:Recht und Ordnung aufrecht halten. Das diese „Nazis“ nur ein Recht und eine Ordnung kennen, nämlich ihres. Und das sie alle anderen Rechte mit Füßen treten das wissen wir ja schon.
Ein Dankeschön für die Polizei.

27.08.2018 19:11 Agnostiker 31

@ 29: "Man braucht sich bloß diese Vögel anzuschauen, dass sagt alles."

Nicht jedem ist ein so gesundes Verhaeltnis zu einem gepflegt-korrektem Äusseren gegeben, wie z.B. dem Stadtjugendpfarrer Lothar König.
Versuchen Sie Ihre Eindrücke als "bunte Vielfalt" zu verbuchen, vllt. fällt es Ihnen dann leichter, Ihre Vorurteile und die damit verbundenen Ausgrenzungstendenzen zu überwinden.

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