Themar und Mattstedt Innenminister Maier: Thüringen hat ein Problem mit Rechtsrockszene

Thüringens Innenminister Georg Maier wirft der Landespolitik Fehler im Umgang mit Rechtsrockkonzerten vor. In einem Interview mit "Spiegel-Online" sagte der SPD-Politiker, zu lange habe die Politik in Thüringen das Problem kleingeredet. Die Szene habe lange fast ungehindert wachsen können. Der CDU wirft Maier vor, das Problem in ihrer 25-jährigen Regierungszeit "gekonnt ignoriert" zu haben. Aber auch die jetzige rot-rot-grüne Regierung habe es versäumt, das Thema von Anfang an ganz oben auf die Tagesordnung zu setzen.

Maier setzt im Kampf gegen Rechtsrockszene auf eine - wo wörtlich - "Taktik der kleinen Nadelstiche". Im Vorfeld eines Rechtsrockkonzertes Ende August in Mattstedt im Weimarer Land kündigte er strengere Auflagen und ein hartes Durchgreifen der Polizei an. Ziel sei es, das Geschäftsmodell auszuhöhlen, das hinter solchen Veranstaltungen stecke. Polizeilich werde man null Toleranz walten lassen, wenn es zu Gesetzesverstößen komme, so der SPD-Politiker weiter.

Im Vorfeld eines Neonazi-Festivals im Juni im südthüringischen Themar war der Versuch gescheitert, die Veranstaltung aus Naturschutzgründen zu verbieten. Bei dem Konzert waren zeitweise rund 2.300 Besucher auf dem Festivalgelände. Ein Jahr zuvor waren rund 6.000 Neonazis aus ganz Europa nach Themar gekommen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

AKTUELLES AUS THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | THÜRINGEN JOURNAL | 09. Juni 2018 | 22:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. August 2018, 18:01 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

12 Kommentare

11.08.2018 14:08 Werner 12

@13:49 Eulenspiegel 11: "..Jedenfalls muss sich bei uns jeder an die Gesetze halten. Ich, sie, die Politiker" Tatsächlich? "Weismacher" werden nicht nur in der "Waschmaschine" für Kleidungtsstücke immer beliebter.

10.08.2018 13:49 Eulenspiegel 11

Hallo Edwin Rasinier 10
Ob sie wirklich so schlau sind wie sie tun? Das wollen wir mal dahin gestellt sein lassen. Jedenfalls muss sich bei uns jeder an die Gesetze halten. Ich, sie, die Politiker, Die Veranstalter und die Teilnehmer der Rechtsrockkonzerte. Auch wenn ihnen das nicht passt.

Mehr aus der Region Suhl - Hildburghausen - Sonneberg - Ilmenau

Mehr aus Thüringen