Veste Heldburg Ehemalige Heimkinder fordern Aufarbeitung

Ehemalige Bewohner des früheren DDR-Kinderheims auf der Veste Heldburg im Kreis Hildburghausen kritisieren den heutigen Umgang mit diesem Teil der Burggeschichte. Die Ausstellung im Turm der Veste lasse diesen Zeitraum konsequent aus, sagen sie.

Veste Heldburg von außen
Veste Heldburg Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich

Die Verantwortlichen des Deutschen Burgenmuseums weisen jegliche Verantwortung zurück. Das Museum schildere Kulturgeschichte der Burgen im deutschsprachigen Raum bis 1950, sagte Georg Ulrich Großmann vom Trägerverein Deutsches Burgenmuseum. Mit der Aufarbeitung der Geschehnisse im späteren Kinderheim habe das Museum daher nichts zu tun. Ortsteilbürgermeisterin Katja Kieslich sagte dagegen, es sei Aufgabe der Kommune, sich auch diesem Kapitel auf der Veste zu öffnen.

In dem Heim auf der Veste Heldburg, das bis 1982 existierte, wurden Kinder offenbar systematisch sexuell missbraucht. Im Gespräch mit MDR THÜRINGEN berichteten Betroffene von Vergewaltigungen und anderen Übergriffen. Wie viele Kinder in dem Kinderheim lebten, ist unklar. Bei einem verheerenden Brand war das Heim 1982 nahezu komplett zerstört worden. Die sexuellen Misshandlungen sind mittlerweile verjährt. Strafrechtlich kann niemand mehr zur Verantwortung gezogen werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 13. Mai 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Mai 2019, 20:32 Uhr

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8 Kommentare

14.05.2019 18:03 Mediator an Sonja (6) 8

Na dann bring doch einmal Beispiele für deine Verschwörungstheorien! Wir leben schließlich nicht mehr in der Diktatur des Proletariats, wo der Genosse Redakteur beim Genossen von der Staatssicherheit seinen Text zensieren lassen musste.

Ansonsten gilt bei de raufarbeitung der Vergangenheit[leider] häufig, dass es einen gewissen zeitlichen Abstand und ein breites öffentliches Interesse braucht, damit sich jemand bereit findet das Thema anzustoßen und zeitliche und finanzielle Ressourcen darin zu investieren. Aus Sicht eines Politiker ist wohl wenig damit zu gewinnen sich vor wenige Opfer zu stellen und ihr Leid öffentlich zu machen, während sich hunderttausende geschichtsvergessene ex DDR Bürger vor den Kopf gestoßen fühlen. So mancher glaubt ja heute in seinem Ostalgierausch, dass die DDR so was wie die BRD war, nur gemütlicher und mit weniger Konsummöglichkeiten.

14.05.2019 14:19 Alice Merkur 7

Schlimm ist, dass nicht gleich nach der Wende dem nachgegangen wurde und strafrechtliche Verantwortlichkeiten nun verjährt sind.

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