AG Innenstadtbelebung Hildburghausen: Werbering distanziert sich von Stadträten

Die Innenstadt von Hildburghausen soll attraktiver werden. Dafür sollte eigens eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen werden. In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Streit, der Werbering distanziert sich nun.

Der Marktplatz mit dem Rathaus in Hildburghausen.
Die geplante Arbeitsgruppe in Hildburghausen sollte sich aus Mitgliedern des Werberings und Vertretern der Fraktionen des Stadtrats zusammensetzen. (Archivfoto) Bildrechte: dpa

Der Werbering in Hildburghausen distanziert sich von den Mitgliedern des Stadtrats. Wie ein Vorstandssprecher mitteilte, soll die geplante Arbeitsgruppe "Innenstadtbelebung" vorerst ohne Stadträte gegründet werden. Die Thematik dulde keinen Aufschub. Die Arbeitsgruppe müsse ohne parteipolitische Interessen und Konflikte funktionieren.

Dies sei in der momentanen Situation allerdings nicht möglich, heißt es vom Werbering. In den vergangenen Wochen hatte es in Hildburghausen immer wieder Streit im Stadtrat gegeben. Zuletzt hatten mehrere Fraktionen schwere Vorwürfe gegen Bürgermeister Tilo Kummer (Linke) erhoben.

Tilo Kummer
Tilo Kummer Bildrechte: MDR/Tilo Kummer

Werbering fordert Kultur der sachlichen Zusammenarbeit

Der Stadtrat hatte in der letzten Sitzung vor der Bürgermeisterwahl beschlossen, die Arbeitsgruppe "Innenstadtbelebung" ins Leben zu rufen. Diese soll sich darum kümmern, dass die Innenstadt wieder attraktiver wird. Sie sollte sich aus Mitgliedern des Hildburghäuser Werberings und Vertretern der Fraktionen im Stadtrat zusammensetzen.

Der Werbering will sich nun offenlassen, ob in Zukunft auch Vertreter des Stadtrats die Arbeitsgruppe unterstützen können. Der Werbering forderte das Gremium auf, zu einer Kultur der sachlichen Zusammenarbeit zurückzufinden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 18. August 2020 | 12:30 Uhr

3 Kommentare

Der Matthias vor 8 Wochen

@ Werner Original

"und so sind bisher Störenfriede von Außen, die meistens kaum was anderes tun & können"

Häääh?
Wo wollen Sie hier denn angeblich "Störenfriede von außen" am Werke sehen? Sie klingen schon fast ein wenig wie Lukaschenko in Belarus. ,.-))) Die Distanzierung des "Werberings" von den Stadträten (wohlgemerkt: von ALLEN Stadträten, die vor Ort in Hildburghausen Verantwortung tragen!) oder auch Kritik an Bürgermeister Kummer selbst und seiner umstrittenen Amtsführung . . . also für mich klingt das alles eher nach hausgemachten Problemen! Die Schuldigen für diese Misere müssen Sie wohl eher vor Ort suchen! Nix da ist mit 'den Schwarzen Peter woanders hinschieben' wollen, das ist wohl eher ein Problem der Kommunalpolitiker vor Ort und ihrer Unfähigkeit! Und wenn die Medien darüber berichten, hat das auch nix mit "Medienhype" zu tun, sondern dann hat das schlicht seinen Grund darin, dass dort offensichtlich einiges im Argen liegt und einfach der Wurm drin ist.

Werner Original vor 8 Wochen

Die von Außen über Politiker- und Medienhypes in die Kommunen hineingetragenen.... vom Zaun gebrochenen.... "parteipolitischen Interessen", werden immer mehr Kommunen bis zur Arbeitsunfähgkeit in bereits ganz normalen Sach- und Fachfragen lähmen... "außer Gefecht setzen"..... "Krawall im Sandkasten" - nur dass es jetzt als Erwachsene ganz in Echt und Ernst und mit Steuergeld verbunden ist. Was das auf Dauer bedeutet, kann man sich ungefähr denken und abschätzen. Bei uns arbeiten Leute der Linkspartei ganz unideologisch und sachbezogen mit Leuten der CDU, Freien Wählern und AfD zusammen. Zum Glück wissen das die "Spezialisten" für Erstgenanntes nicht... und so sind bisher Störenfriede von Außen, die meistens kaum was anderes tun & können, als permanent ihre Daseinsberechtigung beweisen zu müssen, also, dass es sie auch noch gibt, und sie angeblich wichtig für "unsere Demokratie" und "unsere Werte" sind - die keiner genau benennen kann/ will - "Außen vor".

Sven vor 9 Wochen

Hoffentlich verträgt man sich wieder. Hildburghausen ist so ein schickes Städtchen. Die Renovierung des nahegelegnen Bismarckturmes als Aussichtspunkt ist auch beispielhaft.

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