Pakete an Betrüger weitergeleitet Ilmenau: Ermittlungen statt russischer Geliebter

Betrüger haben einen 55-Jährigen aus Ilmenau als Paket-Agenten ausgenutzt. Wie die Kriminalpolizei Gotha mitteilte, ermittelt sie nun wegen "leichtfertiger Geldwäsche". Die Drahtzieher hatten den Mann überredet, Pakete mit Spielzeug, Kleidung, Werkzeugen und Handys anzunehmen und nach Russland weiterzuleiten. Angeblich könnten so Portokosten gespart werden, die dann für einen Flug einer vermeintlich verliebten Russin zu ihm verwendet werden sollten. Die Polizei stoppte einen erheblichen Teil der Pakete mit einem Wert von mehr als 10.000 Euro.

Verwischtes Bild von einem Postmitarbeiter mit einem Paket.
Der Mann hatte bereits zuvor Pakete versandt. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Ralph Peters

Weitere Pakete mit einem - laut den Beamten - unteren fünfstelligen Warenwert hatte der 55-Jährige bereits vorher versandt. Die Waren waren nicht bezahlt. Den Mann erwartet statt einer russischen Liebe nun ein Ermittlungsverfahren. Die Betrugsmasche zogen die Täter in der gesamten Bundesrepublik ab.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 19. Januar 2021 | 13:30 Uhr

1 Kommentar

rene bertram vor 5 Wochen

Das wurde in ähnlicher Art schon vor 15-20 Jahren abgezogen, Werbung über´s Internet: Suchen Mitarbeiter für Paketannahme. Wer da eingestiegen ist bekam die Instruktionen, alles per Mail, was mit den angenommenen Paketen gemacht werden soll, umpacken, die Pakete wieder mit vorgegeben versch. Inhalten zusammenstellen u. an vorgegeben Adressen wieder versenden , incl. dessen Kostenübernahme dessen vom Auftraggeber . Und Entgeld für die gemachte "Arbeit" erhielt der "Mitarbeiter" anonym über bspw. Western Union. Dumm nur wenn Firmen die Pakete mit den Waren direkt an den hiesigen Paketannehmenden versenden, der ist damit sofort greifbar, die Hintermänner (Auftraggeber) bleiben im Hintergrund welche die Waren bestellt und nicht bezahlt haben o. über Kreditkartenbetrug. Ob derjenige der hier weiterversendete sich wirklich im Sinne des Gesetzes strafbar gemacht hat, hinsichtlich dessen das ihn die Zusammenhänge so nicht bekannt waren und er sich selbst an den Waren nicht bereichert hat ?

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