Feuerwehr und Polizei vor Tunnel Tragberg bei Langewiesen
Feuerwehr und Polizei beim Einsatz am Tragberg-Tunnel bei Langewiesen. Bildrechte: FFIL / FFLW

ICE-Strecke Erfurt-Nürnberg Notbremsung und Vollsperrung: ICE mit Steinen und Schneebällen beworfen

Weil sie einen ICE mit Steinen und Schneebällen beworfen haben sollen, hat die Polizei zwei Tatverdächtige gestellt. Die Attacke hatte am Freitagabend zu einer Notbremsung und einer Sperrung der ICE-Strecke Erfurt-Nürnberg geführt.

Feuerwehr und Polizei vor Tunnel Tragberg bei Langewiesen
Feuerwehr und Polizei beim Einsatz am Tragberg-Tunnel bei Langewiesen. Bildrechte: FFIL / FFLW

Nach einer Attacke auf einen ICE bei Ilmenau hat die Polizei zwei tatverdächtige Jugendliche gestellt. Wie der Sprecher der Bundespolizei Michael Oettel MDR THÜRINGEN sagte, wurden bei der kriminaltechnischen Untersuchung im Bereich Langewiesen Spuren im Schnee gefunden. Ein Fährtenhund habe die Beamten schließlich zu den Verdächtigen geführt. Es handelt sich demnach um zwei 14 und 16 Jahre alte Jungen.

Den beiden Jugendlichen wird nun gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr vorgeworfen. Sie sollen am Tunnel Tragberg den ICE mit Steinen und Schneebällen beworfen haben. Der Zug wurde an der Frontscheibe beschädigt. Auch am Fahrgestell wurden Schäden durch Steine festgestellt.

ICE-Stecke Erfurt-Nürnberg fünf Stunden lang voll gesperrt

Nach einer kurzen Begutachtung des Schadens fuhr der ICE am Freitagabend mit verminderter Geschwindigkeit bis nach Nürnberg weiter. Dort wurde der Zug ausgewechselt. Die Passagiere mussten zur Weiterfahrt nach München in einen anderen Zug steigen. Bei der Notbremsung wurden weder der Lokführer noch die rund 350 Fahrgäste verletzt.

Die ICE-Strecke Erfurt-Nürnberg war zwischen 18 und 23 Uhr voll gesperrt. Experten der Bahn gehen nach ersten Schätzungen von einem fünfstelligen Sachschaden aus. Die Bundespolizei warnt ausdrücklich davor, sich in den Gleisbereich der ICE Strecke zu begeben. Insbesondere vor Tunneln gebe es eine starke Sogwirkung.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 15. Dezember 2018 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Dezember 2018, 15:53 Uhr

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13 Kommentare

16.12.2018 13:11 martin 13

@10 quantix: Um den Betrieb einer 380 kV Leitung zu stören, reichen Steinwürfe nicht aus. Da müsste man schon zur "Entspargelung des Landschaftsbildes" greifen. Das ist dann schon deutlich aufwendiger und mit einer heftigen Eigengefährdung verbunden ....

16.12.2018 09:20 Rumsdibums 12

Nun ja. Den Zugverkehr haben die beiden ziemlich erfolgreich influenced. Durch mediale Aufmerksamkeit werden sie für manche zum Superstar. Und wenn es so weitergeht kommen die Brötchen aus dem Kühlschrank der Gefängnisküche.

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