Wider die Unvernunft Ilmenauer Supermarkt unterbindet "Hamsterkäufe"

Seit Beginn der Corona-Krise kommt es in vielen Supermärkten zu sogenannten Hamsterkäufen. Besonders auf Toilettenpapier und Nudeln haben es viele Menschen abgesehen. Ein Supermarkt in Ilmenau geht dagegen vor.

Hinweisschild an Supermarkttür
Ein Hinweis an der Tür klärt Kunden über Mengenbeschränkungen auf. Bildrechte: MDR/Sandra Voigtmann

Das Klopapier ausverkauft, das Nudelregal leer, Toastbrot scheinen auch mehr Leute zu essen als sonst - in Zeiten der Corona-Krise sind Hamsterkäufe sehr beliebt. Muss das sein? Thomas und Gerit Sander haben ein Geschäft in Ilmenau und beantworten diese Frage ganz klar mit Nein.

Schließlich haben Supermärkte auch weiterhin geöffnet und bekommen täglich Nachschub. Die Sanders haben also ein Schild an die Eingangstür ihres Supermarktes gehangen und auf dem steht:

Liebe Kunden, wir möchten weiterhin die Versorgung aller Kunden gewährleisten, daher gelten ab sofort folgende Mengenbeschränkungen beim Einkauf:

1 x Toilettenpapier
1 x Zwieback, Knäckebrot
2 x Zucker, Mehl, Nudeln, Reis
2 x Konserven, Fertiggerichte
2 x Seife

Bitte seien Sie fair und verzichten Sie auf unnötige Bevorratung. Unsere Kassierer haben die Anweisung, die eingekauften Mengen zu kontrollieren und ggf. zu kürzen.

Wir bitten Sie darum, von Diskussionen abzusehen. Vielen Dank für Ihre Fairness!

Maßnahmen funktionieren

Die Maßnahmen der Supermarkt-Betreiber scheint zu funktionieren. Hamsterkäufe sind in diesem Supermarkt Geschichte. Zwar kann das Toilettenpapier nicht so schnell nachgeräumt werden, wie es aus den Regalen genommen wird, aber es gibt Nachschub.

Halbleeres Regal mit Hygieneprodukten.
Desinfektionsmittel ist weiterhin ausverkauft, Seife steht aber ausreichend im Regal. Bildrechte: MDR/Sandra Voigtmann

Desinfektionsmittel ist ausverkauft, aber Seife steht ausreichend in den Regalen. Händewaschen ist also gesichert. Im Nudelregal steht auch noch was. Und das Beste an der Idee - Einkäufer mit Auto hamstern nicht mehr alles weg. So haben auch ältere Menschen aus den umliegenden Wohnblocks und Menschen ohne Autos die Chance, einzukaufen, was sie brauchen und zwar in handeslüblichen Mengen. "Keine Panik also", sagt Thomas Sander.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/nis

11 Kommentare

Mediator vor 26 Wochen

Ob ihnen das Gerede auf den Zeiger geht oder nicht ist für unser Land relativ egal! Momentan gibt es leider sehr viele EGOISTEN die irrational handeln und damit andere Menschen schädigen bzw. unnötig beunruhigen.

Was sollen denn bitte italienische Zustände in Bezug auf die Versorgungslage sein? Welche Latrinenparolen streuen sie hier? Auch in Italien ist die Versorgungslage GESICHERT.

Das Bundesamt empfihlt übrigens seit dem kalten Krieg die Bevorratung mit gewissen Dingen um in einer Krise befristet autark sein zu können und die Helfer nicht unnötig zu belasten. Der bedachte Bürger hatte also ausreichend Zeit sich einzudecken und der pnische Bürger mutiert aktuell zum Hamsterer und lässt alte Menschen und normal agierende Menschen vor leeren Regalen stehen. Manch einer hat auch noch nicht bemerkt, das Covid19 kein Durchfallerreger ist, der besonders viel Toilettenpapier erfordert.

Bei mir wird übrigens gar nichts knapp, weil ich seit Jahren bevorrate.

Ralf T. vor 26 Wochen

Lach... Das Bundesamt empfiehlt ausdrücklich nicht alle Vorräte mit einmal zu kaufen, sondern nach und nach.
Also eben gerade nicht hamstern.

Lesen hilft ;-)

Paule vor 26 Wochen

@Kimme1966: Ja das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt Vorsorge für den Katastrophenfall! Aber das nicht erst seit Corona, sondern schon seit vielen vielen Jahren. Das ist das, was jeder Bürger bevorraten sollte und das nicht nur für die Corona-Zeit, sondern generell. Hamsterkäufer sind völlig unnötig. Gerade in der heutigen Zeit sollte man auch nicht nur an sich und nur an seine Familie denken, sondern auch an die Schwächeren. Nun gut... einem Egoisten das zu erklären bringt ja auch nichts.

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