Arnstadt | Neustadt am Rennsteig Quarantäne in Neustadt am Rennsteig wird aufgehoben

Die Quarantäne in Neustadt am Rennsteig wird am Sonntag um 24 Uhr aufgehoben. Die Zufahrtsstraßen werden ab Mitternacht wieder geöffnet. Einwohner mit negativ ausgefallenem Test können am Montag wieder zur Arbeit.

Straßensperrung Neustadt
Am Sonntag um 24 Uhr wird die Quarantäne in Neustadt am Rennsteig aufgehoben. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Derzeit gibt es 47 Corona-Infizierte in Neustadt am Rennsteig. Das sind etwa 50 Prozent der Fälle im Ilm-Kreis. Dort liegt die Zahl derzeit bei 93 Corona-Infizierten. Die Quarantäne in Neustadt am Rennsteig wird am Sonntag um 24 Uhr aufgehoben. Sie war am 22. März wegen der vielen Corona-Infektionen im Ort verhängt worden. Wie Landrätin Petra Enders am Sonntag sagte, hat die Quarantäne gewirkt.

Häusliche Quarantäne angeordnet

Aufgrund der Abstriche in zwei Zelten mit vier Teams des Gesundheitsamtes und des ansässigen Arztes in Neustadt am Rennsteig konnten seit Donnerstag 26 weitere Infektionen und 85 Kontaktpersonen festgestellt werden. Diese müssten für weitere zwei Wochen in häuslicher Quarantäne bleiben, sagte Enders. Dort, wo wegen enger Wohnverhältnisse keine häusliche Trennung möglich ist, sei eine vierwöchige häusliche Quarantäne angeordnet worden, hieß es.

Alle Bewohner des Ortes getestet

Ingesamt wurden fast alle 900 Einwohner des Ortes gestestet. Einige wenige Testergebnisse stünden noch aus und würden am Montag erwartet, sagte Enders. Die Zufahrtsstraßen werden ab Mitternacht wieder geöffnet. Einwohner mit negativ ausgefallenem Test können am Montag wieder zur Arbeit.

Wissenschaftliche Begleitung nicht erfolgt

Enders sagte, sie hätte sich gewünscht, dass die Quarantäne und die Testergebnisse wissenschaftlich begleitet werden. Sie habe sowohl das Bundesgesundheitsministerium als auch das Thüringer Sozialministerium angefragt. Beide hätten kein Interesse an einer wissenschaftlichen Auswertung gezeigt, so Enders. Der Ilm-Kreis wolle nun selbst die Ergebnisse auswerten und daraus Schlüsse für das weitere Vorgehen im Kreis ziehen.

Enders hält flächendeckendere Tests für sinnvoll. Die vorgesehen mobile Abstrichstelle in Ilmenau sei von der kassenärztlichen Vereinigung als nicht notwendig abgelehnt worden, sagte Enders. Das bedauere sie sehr.

Quelle: MDR THÜRINGEN/gh

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 05. April 2020 | 13:00 Uhr

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