Urlaub Camping mal anders: Vom Motorrad-Anhänger zum rollstuhlgerechten Wohnwagen

Auf dem Campingplatz am Lütsche-Stausee stand dieser Tage dieses ungewöhnliche Gefährt. Früher wurden damit Motocross-Maschinen zu Wettkämpfen transportiert. Heute verbringt Andy Schau aus Eisenach seinen Urlaub darin. 2018 hat er begonnen, den Hänger für die Nutzung als Wohnwagen einzurichten - rollstuhlgerecht.

Der Rollicamper steht auf einem Zeltplatz.
Sieht ungewöhnlich aus. Der Wohnwagen von Andy Schau ist eigentlich ein Kastenhänger und wurde mal von Motocrossfahrern genutzt. 2018 begann Schau den Hänger für sich einzurichten. Bildrechte: MDR / Sandra Voigtmann
Der Rollicamper steht auf einem Zeltplatz.
Sieht ungewöhnlich aus. Der Wohnwagen von Andy Schau ist eigentlich ein Kastenhänger und wurde mal von Motocrossfahrern genutzt. 2018 begann Schau den Hänger für sich einzurichten. Bildrechte: MDR / Sandra Voigtmann
Andy Rausch sitzt in seinem Rollstuhl in seinem Rollicamper.
Mit einem Lkw-Spanngurt zieht er die Rampe hoch. Hydraulische oder elektrische Lösungen sind zu teuer und zu störanfällig, sagt Andy Schau. Bildrechte: MDR / Sandra Voigtmann
Der Innenraum des Rollicampers
Eine Campingküche, ein Kühlwürfel, ein Bett und ein stabiler kleiner Biertisch - das ist die Inneneinrichtung. Den Wagen hat Schau kaum verändert. Alles ist aus stabilem Metall, sogar die Innenregale. Bildrechte: MDR / Sandra Voigtmann
Das Fahrgestellt des Rollicampers mit angebauter Einparkhilfe
Da Schau als Rollstuhlfahrer den Hänger nicht ziehen kann, hat er eine Rangierhilfe angebaut, einen sogenannten Mover. Damit kann er mittels einer kleinen Fernbedienung seinen Hänger sowohl an- und abkoppeln als auch rangieren. Bildrechte: MDR / Sandra Voigtmann
Blick aus dem Fenster des Rollicampers
Sein Wohnwagen hat definitiv das größte Fenster aller Wohnwagen auf dem Platz. Es hat keine Scheibe - frische Luft und eine kühle Brise sind garantiert. Allerdings halten deshalb auch einige Camper den Wohnwagen für einen Food Truck. Bildrechte: MDR / Sandra Voigtmann
Andy Rausch steht an Krücken auf der Rampe seines Rollicampers.
Ein kleines Stück kann Andy Schau mit Gehhilfen laufen. Die Nähe zu den Sanitäranlagen ist deshalb für ihn wichtig. Der Lütschezeltplatz war der einzige von neun angefragten Plätzen, die ihm einen Behindertenstellplatz am Sanitärgebäude garantiert haben. Viele vermieten auch diese Plätze an normale Camper wegen des großen Andrangs, sagt er. Bildrechte: MDR / Sandra Voigtmann
Andy Rausch zieht an einem Spanngurt die Heckklappe seines Rollicampers zu.
Machen die Rampe zur Terrasse - Stützen. Bildrechte: MDR / Sandra Voigtmann
Alle (7) Bilder anzeigen

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Johannes und der Morgenhahn | 05. August 2020 | 08:50 Uhr

Andy Rausch sitzt in seinem Rollstuhl auf der Rampe seines Rollicampers. 2 min
Seine Rampe ist auch seine Terasse. Dort liest er gern oder fachsimpelt auch mal mit den Nachbarn. Bildrechte: MDR / Sandra Voigtmann

Mehr aus der Region Gotha - Arnstadt - Ilmenau