Diskussion um Regionalbahnhof TU Ilmenau fordert Anbindung der Stadt an ICE-Strecke

Die Technische Universität (TU) Ilmenau fordert für die Stadt einen Halt innerhalb der geplanten neuen Regionalexpress-Verbindung von Erfurt nach Nürnberg. Wie Rektor Peter Scharff am Donnerstag sagte, wäre eine bessere Anbindung an die Landeshauptstadt und den Süden Deutschlands ein gewaltiger Standortfaktor.

Studierenden und Wissenschaftlern den Weg erleichtern

Viele Studierende kommen aus Bayern. Sie würden mit Tempo 200 an ihrem Ziel vorbeirasen, um dann für die 40-Kilometer-Strecke zurück auf ihren Anschlusszug zu warten. Auch Teilnehmer wissenschaftlicher Konferenzen beklagten immer wieder, wie mühsam es sei, Ilmenau zu erreichen.

Bahnhof an ICE-Strecke fehlt bislang

Das Thüringer Verkehrsministerium plant ab Ende 2023 eine neue direkte Regionalexpress-Linie von Erfurt nach Nürnberg mit Halt in Coburg. Dafür ist Anfang August eine EU-weite Ausschreibung veröffentlicht worden. Die neue Linie soll über die ICE-Strecke im Thüringer Wald führen. Politiker im Ilm-Kreis drängen seit Jahren auf einen Haltepunkt in Ilmenau. Zuletzt waren Forderungen von Landrätin Petra Enders (Linke) und der Ilmenauer Bürgermeisterin Beate Misch (CDU) nach einem Bahnhof laut geworden. Bis jetzt gibt es nur einen Bahnhof in der Ilmenauer Innenstadt.

Blick auf das Bahnunterwerk Ilmenau-Wolfsberg aus der Luft in Blickrichtung Süden im November 2015
Blick auf den Betriebsbahnhof Ilmenau-Wolfsberg aus der Luft in Blickrichtung Süden im November 2015. Hier sollte nach ursprünglichen Planungen für die Schnellfahrstrecke ein Haltepunkt mit Bahnsteigen entstehen. Nun werden diese Forderungen wieder laut. Bildrechte: DB AG/Hannes Frank

Quelle: MDR THÜRINGEN/jw

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 15. August 2019 | 15:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. August 2019, 16:04 Uhr

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7 Kommentare

17.08.2019 13:51 The Sentinel 7

Ich habe nichts gegen eine RE Verbindung über die Schnellfahrtrasse,ich begrüße das sogar.

Doch sollte man in Bezug auf den Fremdenverkehr auch Alternativen in Betracht ziehen.

Der Freistaat Thüringen hat so viele interessante Sachen zu bieten, die sollte man nicht vergessen.

Warum sträubt man sich bei der Bahn so vehement gegen den Lückenschluss auf der ursprünglichen alten Trasse zwischen Eisfeld und Coburg??

Dort gab es ja bereits eine Bahnstrecke.

Lieber fährt die Bahn schwere Güterzüge von 2000 bis 2400 Tonnen den Umweg über Großheringen und mit zusätzlicher Schiebelok über die Frankenrampe.

Warum nutzt man nicht die Verbindung über den Rennsteig nach Bayern und lockt da noch mehr Gäste an??

Entweder sind die Entscheider ortsfremd oder einfach nur unfähig.

Aber wer interessiert sich bei der Bahn schon für solche Sachen?
Hauptsache die Millionen kommen auf die Privatkonten.

Bei der Bahn gehören einige Entscheider aufs Abstellgleis, aber ohne Abfindungen.

16.08.2019 16:54 martin 6

Ich stehe dem Vorschlag zwispältig gegenüber. Das "Blöde" ist in meinen Augen, dass sowohl die Befürworter, wie auch die Gegner gute Argumente haben.

Die Anbindung mit öffentl. Verkehrsmitteln von Ilmenau nach Süden ist nach meinem Kenntnisstand in der Tat grottig. Da würde sich ein Haltepunkt Ilmenau-Wümbach für RE durchaus positiv machen. Die Kosten dafür sind in der Tat nicht ohne. Ich habe keine Ahnung woher die von #5 Rasselbock genannten 2,5 Mill. € stammen - würde aber vermuten, dass die nicht reichen.

Allerdings erscheint mir die Aufgabe der Strecke Arnstadt - Ilmenau mit Verlängerung zum Bahnhof Rennsteig (und vielleicht auch noch darüber hinaus) als Konsequenz für den Halt in Wümbach nicht völlig abwegig.

Ich würde mir wünschen, dass eine kreative Lösung gefunden wird, die beiden berechtigten Interessen gerecht wird - habe aber keine Ahnung, ob es die überhaupt gibt. Für meinen Teil muss ich gestehen: Ich habe keine Idee....

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