Peggy Greiser und Peter Heimrich schauen Arm in Arm in die Kamera
Peggy Greiser und Peter Heimrich nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses. Bildrechte: MDR/Heinz Diller

Kommunalwahl in Südthüringen Peggy Greiser löst Peter Heimrich in Schmalkalden-Meiningen ab

Mit Peggy Greiser setzte sich in Schmalkalden-Meiningen die Kandidatin von SPD und Linke durch. Im Kreis Hildburghausen erhielt ein Rechtsextremist über 16 Prozent der Stimmen. Noch keine Entscheidung gab es in Suhl und Sonneberg.

Peggy Greiser und Peter Heimrich schauen Arm in Arm in die Kamera
Peggy Greiser und Peter Heimrich nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses. Bildrechte: MDR/Heinz Diller

Peggy Greiser ist neue Landrätin im Kreis Schmalkalden-Meiningen. Die parteilose Kandidatin der SPD und Linken setzte sich mit 52,8 Prozent der Stimmen durch. Christiane Barth (CDU) kam auf 33,3 Prozent und Hartmut Kremmer (FDP) auf 13,8 Prozent der Stimmen. Greiser war bisher ehrenamtliche Stellvertreterin des Landrats Peter Heimrich (SPD). Dieser trat nach sechs Jahren im Amt nicht noch einmal an. Im Januar hatte er persönliche und gesundheitliche Gründe für seine Entscheidung angegeben.

Suhl wartet noch auf Oberbürgermeister

In Suhl ist die Entscheidung über einen Oberbürgermeister vertagt. Dem derzeitigen Rathauschef Jens Triebel (parteilos) war es am Sonntag nicht gelungen, im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit zu holen. Deshalb muss er am 29. April in die Stichwahl gegen André Knappe von der CDU.

Zwei Männer und eine Frau stehen nebeneinander.
Jens Triebel (SPD) und Philipp Weltzien (Linke) Bildrechte: MDR/Mirjam Winzer

Triebel sagte, dass er auf vieles zurückgreifen könne, was sich in den vergangenen zwölf Jahren gut entwickelt habe. Deshalb sei er optimistisch, auch eine dritte Amtszeit als Oberbürgermeister in Suhl zu schaffen. Unions-Herausforderer Knapp sagte, er freue sich auf die Stichwahl. Er stehe dafür, einen Aufbruch zu wagen.

Triebel erhielt bei der Oberbürgermeister-Wahl am Sonntag 42,5 Prozent. Knapp kam auf 37,9 Prozent. Der SPD-Politiker Stephan Nagel zeigte sich von den 5,7 Prozent, die er bekommen hat, enttäuscht. Er hätte sich mehr Stimmen von den Suhlern gewünscht, sagte er. Auf Platz drei bei der Wahl zum Suhler Oberbürgermeister landete Philipp Weltzien von der Linken mit 13,9 Prozent.

16,6 Prozent für Rechtsextremisten in Hildburghausen

Im Kreis Hildburghausen heißt der neue und alte Landrat Thomas Müller. Der CDU-Politiker entschied die Wahl mit 61,1 Prozent der Stimmen klar für sich. Reinhard Hotop von der Wählerinitiative Aktiv für Schleusingen kam auf 22,3 Prozent, der Rechtsextremist Tommy Frenck vom Bündnis Zukunft Hildburghausen erreichte 16,6 Prozent der Stimmen. Müller sprach angesichts des Wahlergebnisses des Rechtsextremisten von einer erschreckenden Zahl. Frenck habe von einem deutschlandweiten Trend profitiert, der bereits zur Bundestagswahl im September der AfD Aufrieb gegeben habe. Zudem sei Frenck als Organisator des europaweit größten Neonazikonzertes im vergangenen Jahr in Themar bekannt geworden.

SPD gegen CDU: Stichwahl in Sonneberg

Ein knappes Rennen haben sich die Landratskandidaten in Sonneberg geliefert. Nun müssen Hans-Peter Schmitz, der parteilose Kandidat von Linke und SPD, und Danny Dobmeier (CDU) sich der Stichwahl stellen. Schmitz kam auf 37,6 Prozent und Dobmeier auf 32,5 Prozent der Stimmen. Schmitz sagte, sein Nahziel sei erreicht, jetzt müsse er weitere Wähler von seinen Plänen für den Landkreis überzeugen. Auch Dobmeier zeigte sich zufrieden. Er werde in den nächsten beiden Wochen um jede Stimme im Landkreis kämpfen. AfD-Kandidat Robert Sesselmann erhielt 29,8 Prozent. Sesselmann sagte, er sei stolz auf das starke Ergebnis der AfD von 29,8 Prozent.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten Südthüringen | 16. April 2018 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. April 2018, 13:29 Uhr

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3 Kommentare

17.04.2018 18:22 martin 3

@2 stealer: Ich habe aufgehört mich bei Verteidigern der deutschen Kultur über deren Schreibkultur zu ärgern. Das ist vermutlich eine kulturelle Überforderung.

16.04.2018 22:30 Stealer 2

@Agnostiker: Wieso sollten sie das nicht dürfen? Man kann sehr wohl auch nach der Wahl seine Meinung sagen und auch Einfluss auf die Kommunalpolitik nehmen. Und außerdem ist eine Wahl zumeist ein Abwiegen der Vor- und Nachteile, die man von der Person oder Partei erwartet.

Bei Shaw findet eigentlich jeder ein Zitat, dass Ihm genehm erscheint. Im Zusammenhang mit Ihrem vorherigen Text entsteht der Eindruck, dass Sie sich mit Demokratie wenig befasst haben und diese auch ablehnen - weil die meisten anderen nicht in Ihrem Sinne wählen.

Ach übrigens: auf deutschen Tastaturen (und auch Smartphone-Eingabefeldern) gibt es Umlaute.

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