Nachrichten Süd-Thüringen um 05:00 Uhr


Erfurt | Hildburghausen: Ramelow kritisiert Regiomed

Nach einem zweiten Corona-Ausbruch in einem Südthüringer Krankenhaus hat Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) den Betreiber Regiomed scharf kritisiert. Wie Ramelow MDR THÜRINGEN sagte, muss man die Frage stellen, was Regiomed eigentlich mit dem Hygienekonzept gemacht hat. Wörtlich sagte Ramelow: "Dass es jetzt zum zweiten Mal in der gleichen Klinikgruppe zu einem Ausbruch im Klinikum kommt, ist ein Hinweis darauf, dass man die eigenen Ratschläge von Professor Zastrow nicht ernst genommen hat." Klaus-Dieter Zastrow leitet das Hygiene-Institut der Regiomed-Kliniken. Im Krankenhaus in Hildburghausen haben sich sechs Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Regiomed-Manager Michael Musick kündigte an, dass alle Abläufe in dem Krankenhaus überprüft würden. Wie Musick MDR THÜRINGEN sagte, war eine Patientin aus einem Seniorenheim nicht wie vorgeschrieben zunächst isoliert worden. Bei der Frau sei ein Abstrich genommen worden, sie wurde aber dann aber sofort auf die Normalstation verlegt, ohne auf das Testergebnis zu warten. Bereits Anfang Mai hatten sich im Sonneberger Krankenhaus 20 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.


Meiningen: Strafbefehl gegen Ex-Tourismusmanager rechtskräftig

Der Strafbefehl gegen den ehemaligen Oberhofer Tourismusmanager Tobias Feickert ist rechtskräftig. Das bestätigte ein Sprecher der Meininger Staatsanwaltschaft MDR THÜRINGEN. Damit sei das Verfahren abgeschlossen. Feickert muss demnach eine Geldstrafe von mehreren Tausend Euro zahlen. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm Untreue in zehn Fällen vorgeworfen. Feickert arbeitete von 2016 bis 2018 in Meiningen als City-Manager. Während dieser Zeit soll er Gelder unterschlagen haben. Die betroffene Werbegemeinschaft hatte Anzeige erstattet. Den unterschlagenen Betrag hat Feickert laut einem Sprecher der Werbegemeinschaft daraufhin zurückgezahlt. Seit Januar 2019 war Feickert gemeinsam mit Rainer Mahn Geschäftsführer der Oberhofer Freizeit- und Tourismus GmbH (OFT). Wegen der Untreuevorwürfe war er kurz vor Weihnachten 2019 von seiner Arbeit in Oberhof freigestellt worden.


Hildburghausen: Landrat warnt vor zu schnellen Lockerungen

Der Landrat von Hildburghausen, Thomas Müller (CDU), warnt vor zu schnellen Lockerungen von Coronaregeln in Thüringen. Müller sagte MDR THÜRINGEN, momentan wisse niemand wie schnell die Pandemie wieder hochschwappt. Deshalb sei er über die Äußerungen des Thüringer Ministerpräsidenten sehr erstaunt. Müller sagte wörtlich: "Ich halte das für sehr gefährlich und das kann auch nach hinten los gehen". In sämtlichen Videokonferenzen habe Ramelow bisher immer wieder Vorsicht angemahnt, da man noch am Anfang der Pandemie stehe. Sollten Bund und Land keine einheitlichen Vorgaben mehr machen, würde zudem ein unübersichtlicher Flickenteppich an verschiedenen Regeln entstehen.


Sonneberg: Zwei neue Cornafälle

Im Landkreis hat sich die Zahl der nachgewiesenen Coronainfektionen auf 210 erhöht. Wie eine Sprecherin im Landratsamt mitteilte sind am Montag zwei weitere Einwohner positiv auf das Covid-19-Virus getestet worden. 102 Patienten haben die Infektion überstanden und sind wieder gesund. 14 Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus. die Zahl der Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen auf 100.000 Einwohner liegt bei 39,38.


Hildburghausen: Coronalage konstant

Im Landkreis Hildburghausen bleibt es bei 42 nachgewiesenen Corona-Infektionen. Wie eine Sprecherin im Landratsamt mitteilte wurden am Montag keine weiteren positiven Fälle registriert. 27 Patienten haben die Infektion bereits überstanden und sind wieder gesund.


Meiningen: Noch 23 Corona-Infizierte im Kreis

Im Landkreis Schmalkalden-Meiningen ist am Montag eine neue Corona-Infektion bekannt geworden. Wie das Landratsamt mitteilte, stieg die Zahl der bisher positiv Getesteten auf 126. 100 davon sind wieder genesen. Bei 23 ist das Virus noch aktiv, drei Menschen mit einer Corona-Infektion waren gestorben.


Schmalkalden: Studierende können Hilfe beantragen

Die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hochschule Schmalkalden hat ein Nothilfeprogramm aufgelegt. Es umfasst insgesamt 10.000 Euro. Es soll Studierenden helfen, die wegen der Corona-Krise in existenzielle Not geraten sind, beispielsweise weil sie ihren Job verloren haben. Wie die Gesellschaft mitteilte, wird die Hilfe als einmaliger Zuschuss in Höhe von 500 Euro gewährt und muss nicht zurückgezahlt werden. Anträge auf Hilfe können bis zum 19. Juni bei der Fördergesellschaft per Mail eingereicht werden.


Oberhof: Skisprung-Nationalmannschaft trainiert im Kanzlersgrund

Die deutsche Nationalmannschaft der Skispringer trainiert in dieser Woche auf der Schanzenanlage im Oberhofer Kanzlersgrund. Wie ein Sprecher des Zweckverbandes Thüringer Wintersportzentrum mitteilte, sind die Skisprung-Asse bis Donnerstag für ein Trainingslager zu Gast. Mit dabei ist auch Olympiasieger Andreas Wellinger. Mit den Sprüngen in Oberhof starten die Athleten in die Sommervorbereitung. Wegen der Corona-Pandemie gelten auch bei den Skispringern verschärfte Hygieneauflagen.