Verkehr Stillgelegte Bahnstrecke Probstzella-Lauscha: Kreis sagt Hilfe zu

Hoffnung für die Max- und Moritzbahn: Das Landratsamt des Kreises Saalfeld-Rudolstadt will bei der Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecke zwischen Probstzella und Lauscha helfen. Dafür soll im kommenden Jahr eine Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht werden.

Wochenserie Volldampf
Die fünf denkmalgeschützten Viadukte machen die Bahnstrecke insbesondere für Touristen interessant. Bildrechte: MDR

Die seit vielen Jahren stillgelegte Bahnstrecke zwischen Probstzella und Lauscha wird möglicherweise wieder belebt - sofern eine noch ausstehende Machbarkeitsstudie dies empfiehlt und die erforderlichen finanziellen Mittel aufgebracht werden können. Für diese Studie hat das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt nun seine Unterstützung zugesagt. So sollen die Ausschreibungen für eine Machbarkeitsstudie zur Instandsetzung der Bahnstrecke über das Landratsamt laufen. Eine solche Studie wäre Voraussetzung für eine Neuinbetriebnahme der 24 Kilometer langen Strecke. "Beim aktuellen Stand können wir hoffen, dass das Ergebnis der Studie noch 2021 vorliegen wird. Im positiven Fall steht allerdings eine weitaus schwierigere Aufgabe vor uns, die erforderlichen Investitionsmittel zu sichern. Wir brauchen da auf jeden Fall einen Grundkonsens mit dem Land, anders wird es nicht gehen", sagt Landrat Marko Wolfram.

15 oder 50 Millionen Euro Kosten?

Bei den Kosten für die Instandsetzung geht der Förderverein Max- und Moritzbahn von rund 15 Millionen Euro aus. Das Land Thüringen und die Deutsche Bahn hingegen sprechen mit 50 Millionen Euro von einem weit höheren Betrag. Es soll auch geklärt werden, ob die Bahnstrecke neben dem Personenverkehr wieder für den Güterverkehr zugelassen werden könnte. Das würde sich jedoch nur rechnen, wenn Unternehmen aus der Region dieses Angebot auch nutzen und den Schwerverkehr von der Straße auf die Schiene bringen würden. Positive Signale dazu würden dem Verein vorliegen, heißt es aus dem Landratsamt.

Hoffnung für Tourismus

Auch der Tourismus soll wieder von der Max- und Moritzbahn profitieren. Zwischen dem Kreis Saalfeld-Rudolstadt und Sonneberg sind fünf denkmalgeschützte Viadukte aufgereiht. Der Förderverein Max- und Moritzbahn nutzt die Strecke bislang für gelegentliche Fahrten mit einer motorisierten Draisine.

Stichwort: Bahnstrecke Probstzella-Lauscha Über die 1913 eröffnete Bahnstrecke Probstzella-Lauscha wurde einst die Porzellanfabrik Moritz in Taubenbach beliefert, außerdem transportierte die Maxhütte in Unterwellenborn auf der Strecke Erz - daher der volkstümliche Name Max- und Moritz-Bahn. Die Bahnlinie wurde vor 14 Jahren stillgelegt. Obwohl es auf der Strecke seit 1997 keinen bestellten Verkehr mehr gibt, ist die Verbindung nach wie vor als Bahnstrecke zugelassen, wie es aus dem Förderverein heißt. Im Sommer hatte die Landesregierung staatliche Zuschüsse für die Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke abgelehnt und eine Reaktivierung auf eigenwirtschaftlicher Basis befürwortet.

Quelle: MDR THÜRINGEN/DG

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 04. Dezember 2020 | 13:00 Uhr

1 Kommentar

MAENNLEiN-VON-DiESER-WELT vor 7 Wochen

Na, hoffentlich endet das nicht wie bei Wilhelm Busch:

„...und so sägt er - voller Tücke - in der Mitte

eine Lücke ! “ 😈 🪚

Lauscha...... 🌲🌲🌲 Probstzella.....

🌳 ICE....... 🌴🌴🌵🌴 Herrjehmineh.....
🚅

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