Dichter-Zuflucht Authentischer: Schiller-Museum in Bauerbach hat wieder geöffnet

Nach umfangreicher Sanierung empfängt das Schiller-Museum in Bauerbach bei Meiningen nun wieder Besucher. Das historische Haus war im vergangenen Jahr geschlossen und seither für 920.000 Euro modernisiert worden, wie die Klassik Stiftung am Freitag zur Wiederöffnung mitteilte.

Schiller-Museum neu gestaltet

So wurden unter anderem das durch Holzschädlinge und Feuchtigkeit beschädigte Fachwerk gesichert und die historische Putzfassade wiederhergestellt. Auch der Servicebereich im Erdgeschoss wurde neu und der Zugang barrierefrei gestaltet. Im Gartenzimmer erwartet Museumsbesucher eine neue Präsentation zur 150-jährigen Geschichte der Schiller-Gedenkstätte Bauerbach sowie zum Aufenthalt und dichterischen Schaffen Schillers in diesem Haus.

Das ehemalige Wohnhaus von Friedrich Schiller in Bauerbach
Hier in Bauerbach verbrachte Friedrich Schiller mehrere Monate. (Archivfoto) Bildrechte: imago/imagebroker

Kulturstaatssekretärin Tina Beer erklärte, das Haus sei nicht nur moderner und attraktiver geworden. Es sehe nunmehr auch jenem Haus wieder bedeutend ähnlicher, in dem Friedrich Schiller (1759-1805) seinerzeit Zuflucht suchte.

Schiller suchte in Bauerbach Zuflucht

Das ehemalige Gutshaus der Henriette von Wolzogen bot dem jungen Schiller vom Dezember 1782 bis Juli 1783 Zuflucht vor einer Auslieferung an seinen Dienstherrn Herzog Carl Eugen von Württemberg. Zuvor hatte der Herzog den Schriftsteller nach der Aufführung der "Räuber" mit Schreibverbot belegt. In dem kleinen Ort schrieb Schiller unter anderem "Kabale und Liebe".

Quelle: MDR THÜRINGEN/dpa,maf

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 26. Juni 2020 | 19:00 Uhr

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