Biathlon und Rodeln Thüringen treibt Vorbereitungen für WM 2023 in Oberhof voran

In zwei Jahren steigen in Oberhof die Weltmeisterschaften im Rodeln und Biathlon. Für 60 Millionen Euro werden Rennschlitten- und Bobbahn sowie die Arena erneuert. Profitieren soll aber nicht nur der Profisport.

Ein Rennrodler auf der Bahn in Oberhof
Rennrodler auf der Bahn in Oberhof: Gegenwärtig laufen in dem Wintersportort die Vorbereitungen für die WM in zwei Jahren. Bildrechte: dpa

Das Land Thüringen treibt die Vorbereitungen für die Biathlon- und Rodel-WM im Jahr 2023 weiter voran. Der WM- und Oberhof-Beauftragte Hartmut Schubert (SPD) sagte nach einer Kabinettssitzung am Dienstag, bei der Biathlon-Arena seien unter anderem der Tribünentrakt, das Schießstand- und Technik-Gebäude und das Streckennetz weitgehend fertig.

16.500 Zuschauer sollen künftig in der Arena und weitere 11.000 Besucher an der Strecke die Wettkämpfe verfolgen können. Bereits der Weltcup 2022 solle unter WM-Bedingungen stattfinden. Lediglich der Abriss und Neubau des Pressezentrums müsse in diesem Jahr noch vorangetrieben werden, so Finanzstaatssekretär Schubert.

Arbeiten an Oberhofer Bob- und Rodelbahn

Bei der Bob- und Rodelbahn werde in diesem Jahr noch an Dachabschnitten gearbeitet. Außerdem erfolgten der Umbau der Kurve 14 sowie des Maschinenhauses und die Fertigstellung des Garagen- und Lagerkomplexes. Er sich sei sicher, dass der Zeitplan bei den Bauarbeiten eingehalten werde, sagte Schubert.

Für die Arbeiten an Rennschlitten- und Bobbahn sowie die Biathlon-Arena werden aus Landes- und Bundesmitteln rund 60 Millionen Euro investiert. Vorerst zurückgestellt wird der Bau des geplanten Wintersportmuseums, das Wintersporterlebniswelt heißen soll. Derzeit sei man damit finanziell etwas überfordert, sagte Schubert. Man behalte die Wintersporterlebniswelt aber weiter im Blick.

Biathlon Oberhof
Schneemangel gab es beim diesjährigen Oberhofer Weltcup nicht. Bildrechte: imago images/Gerhard König

Oberhofer Sportanlagen auch für Breitensport

Nach Angaben von Sportminister Helmut Holter (Linke) sollen die neuen Anlagen auch künftig nicht nur von Spitzensportlern genutzt werden. Ziel sei auch, damit den Nachwuchs- und Breitensportlern optimale Trainingsbedingungen anzubieten. Laut Holter trainierten zum Beispiel in der Skisporthalle allein im Oktober 2020 neben 2.500 Spitzensportlern aus dem In- und Ausland auch rund 2.300 Jugendliche und Breitensportler aus der Region in Oberhof.

Die Biathlon-Arena nutzen regelmäßig rund 250 Vereinssportler, darunter vor allem aus dem Nachwuchsbereich. Auf der Rennrodelbahn fanden in der Saison 2019/2020 etwa 6.000 Abfahrten statt, die Rennen von Leistungssportlern nicht mitgerechnet.

Quelle: MDR THÜRINGEN/sar, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 23. Februar 2021 | 17:00 Uhr

4 Kommentare

Lilli_70 vor 1 Wochen

Sollte nicht erst einmal in Schulen investiert werden?
In der jetzigen Zeit hatte die Sportler weniger Einbußen als unsere Kinder. Jene durften werden in die Schulen noch konnten sie in ihrer Freizeit ihre Hobbys ausüben.
Hier wird wieder mit zweierlei Maß gemessen
und Herr Holter vorneweg. Ohne Worte. Die Bildung sollte an erster Stelle stehen.

Alexa007 vor 1 Wochen

Seltsam ist auch mit welchem Käse sich scheinbar das Kabinett beschäftigt. Wäre es nicht wichtiger zu klären, warum die Inzidenzwerte so hoch sind?

Alexa007 vor 1 Wochen

Früher dachte ich immer, die SPD kämpfe gegen Klimawandel.

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