Ein Mann schippt Schnee von der Tribüne in einem Stadion in Oberhof.
Ein Mann schippt Schnee von der Tribüne in einem Stadion in Oberhof. Bildrechte: MDR/Jürgen Kolarzik

Wintersport Biathlon-Weltcup: Helfer in Oberhof schippen Schnee

Sie hatten bis zum Schluss gebangt, wie sehr der angekündigte Regen der Biathlon-Weltcup-Strecke schadet. Doch die Organisatoren atmen auf. Der Neuschnee sorgt für gute Bedingungen am Grenzadler.

Ein Mann schippt Schnee von der Tribüne in einem Stadion in Oberhof.
Ein Mann schippt Schnee von der Tribüne in einem Stadion in Oberhof. Bildrechte: MDR/Jürgen Kolarzik

Aufatmen in Oberhof. Statt des angekündigten lang anhaltenden Regens schneite es Mittwoch größtenteils am Grenzadler. Einem reibungslosen Ablauf des Biathlon-Weltcups mit bestens präparierter Strecke steht laut Organisatoren nun nichts mehr im Wege. Am Donnerstag beginnen die Wettkämpfe mit dem 7,5 Kilomter langen Sprint der Frauen. Die haben Mittwochnachmittag nochmals auf der präparierten Strecke trainiert.

Biathlon-Stadion in Oberhof
Mehr als 58.000 Zuschauer werden in der Ski-Arena ab Donnerstag in Oberhof erwartet. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Wie Streckenchef Detlef Kotlinsky MDR THÜRINGEN sagte, betreibe man jetzt nur noch Feintuning an der knapp 3,3 Kilometer langen Runde. "Die Lage hat sich im Vergleich zu Dienstag deutlich entspannt. Den Regen in den frühen Morgenstunden hat die Strecke gut überstanden." sagte Kotlinsky am Mittwoch. Aufgrund der Temperaturen um den Gefrierpunkt können die Organisatoren einzelne Streckenabschnitte wie etwa die "Große Sägespänerunde" oder die "Henkelschleife" nochmals mit Kunstschnee und so für den 10-km-Sprint der Männer (Freitag, 14:15 Uhr) beschneien. Sturmtief Burglind hatte am Mittwochvormittag bis auf den ersehnten Neuschnee und leichte Böen keine Auswirkungen auf Oberhof. Kotlinsky: "Da haben wir Glück gehabt und sind wir noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen."

Währenddessen hatten sich Mittwoch zahlreiche freiwillige Helfer eingefunden, um die Zuschauerränge in der Arena vom nassen Schnee der vergangenen Tage und dem Neuschnee zu befreien. Die werden auch in den kommenden Tagen gebraucht, um die Tribüne erneut freizuschaufeln oder gegebenenfalls einzelne Streckenabschnitte mit Schnee zu versorgen.

Laura Dahlmeier in Oberhof am Start

Für den Biathlon-Weltcup wurden bisher mehr als 58.000 Karten verkauft. Wie die Veranstalter jetzt meldeten, sind für Donnerstag und Freitag nur noch Restkarten an der Kasse erhältlich. Samstag und Sonntag sind bereits ausverkauft. Indes wird Top-Biathletin Laura Dahlmeier am Donnerstag starten. Die siebenmalige Weltmeisterin kurierte über die Weihnachtsfeiertage einen Infekt aus, wird laut Bundestrainer Gerald Hönig noch nicht "ganz bei 100 Prozent sein". Aber, so Hönig, der Infekt sei ausgestanden, Dahlmeier habe in den vergangenen Tagen gut trainiert.

Vor einem Jahr hatte Dahlmeier zur optimalen Vorbereitung auf das Saisonhighlight, die WM in Hochfilzen, in Oberhof noch Sprint und Verfolgung ausgelassen. In Österreich triumphierte sie danach mit fünf Goldmedaillen und einmal Silber. Nach den beiden Zwangspausen in diesem Winter ist nun aber jedes einzelne Rennen wichtig, um sich die nötige Wettkampfhärte für Pyeongchang zu holen. "Es geht jetzt nicht nur um die drei Tage in Oberhof. Laura ist einsatzfähig und man muss das langfristig sehen. Sie braucht die Rennen auch im Hinblick auf Olympia", sagte Bundestrainer Hönig deshalb vor den Wettkämpfen am Grenzadler.

Quelle: MDR THÜRINGEN/sid

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Thüringen Journal | 03. Januar 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. Januar 2018, 20:06 Uhr

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2 Kommentare

04.01.2018 10:05 Biathlon Fan 2

Sehe auch kein günstiges Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen. Die Wintersportregion Oberhof + Thüringer Wald ist außerhalb des Biathlon-Highlights keine Alternative zu anderen Wintersportregionen. Auch im Sommer ist das Standortmarketing bzw. sind die Urlaubsangebote mangelhaft.
Wüßte nicht, warum ich jemals im Thüringer Wald meinen Winter- bzw. Sommerurlaub verbringen sollte. Fahre da lieber regelmäßig nach Österreich (auch Sommerurlaub).

03.01.2018 20:28 Marc Winkler 1

Ich bin ein sehr großer Biathlonfan. War selber sehr oft in Oberhof zum Biathlon. Allerdings muss ich mit großem Bedauern feststellen, das der Aufwand für den IBU Weltcup keinerlei im Verhältniss zum Nutzen steht. Für die 4 Tage Biathlon, wird immerwieder jährlich fast Unmögliches möglich gemacht. Man sollte realistisch sein und sich auf einen Termin im Februar orientieren, oder die Veranstaltung komplett abgeben. Warum das immer am 1ten Wochenende im Jahr sein muss, ist nicht ergründlich. Meiner Meinung nach nur mit Engstirnigkeit der Organisatoren zu begründen.
Für die damals in DKB-Arena umbenannte "Rennsteig-Arena", wäre dies auch mein Vorschlag für den neuen Namen. Vielleicht findet sich ja ein Sponsor, der dies auch gut findet. "... - Rennsteig - Arena".
Abschließend möchte ich sagen. Ein Konzept, das sich auf den ganzjährigen Tourismuss für den gesamte Region "Thüringer Wald / Rennsteig", erachte ich als viel sinnvoller und vor allem nachhaltiger.

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