Ein Feuerwehrwagen steht auf einem Feld.
Rund 300 Helfer von Polizei, Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen waren im Einsatz. Bildrechte: MDR/Landratsamt Schmalkalden-Meiningen

Nach Bombenentschärfung Meiningen: Landrätin und Bürgermeister danken Helfern

Nach der Bombenentschärfung in der Meininger Innnenstadt haben sich Bürgermeister und Landrätin bei allen Helfern bedankt. An der Aktion am Mittwoch waren mehr als 300 Personen beteiligt. Tausende Meininger mussten ihre Wohnungen verlassen.

Ein Feuerwehrwagen steht auf einem Feld.
Rund 300 Helfer von Polizei, Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen waren im Einsatz. Bildrechte: MDR/Landratsamt Schmalkalden-Meiningen

Nach der Bombenentschärfung am Mittwoch in Meiningen haben sich Landrätin Peggy Greiser (pl) und Bürgermeister Fabian Giesder (SPD) bei den Helfern für ihren Einsatz bedankt.

Rund 300 Helfer von Polizei, Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen waren im Einsatz. Die besondere Situation sei besonnen und mit gegenseitiger Unterstützung gemeistert worden. Nach Angaben der Polizei wurde die Schutzzone friedlich, geordnet und im Zeitplan geräumt.

Weite Teile der Innenstadt evakuiert

Karte der zu evakuierenden Zone in Meiningen
Weite Teile der Meininger Innenstadt mussten evakuiert werden. Bildrechte: MDR/Landratsamt Schmalkalden-Meiningen

Wegen der Bombenentschärfung wurden am Mittwochvormittag weite Teile der Meininger Innenstadt evakuiert. Im Umkreis von 500 Metern zur Fundstelle mussten deshalb alle Gebäude geräumt werden. Rund 3.000 Meininger konnten den ganzen Tag nicht in ihre Wohnungen. Im Evakuierungsgebiet befanden sich unter anderem auch zwei Schulen und ein Kindergarten.

Am Mittwochnachmittag hatten Experten des Kampfmittelräumdienstes den Blindgänger entschärft und abtranportiert. Die Polizei konnte die Schutzzone ab 16:30 Uhr wieder freigeben, Bewohner konnten anschließend nach und nach in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Entschärfung der rund 227 Kilogramm schweren Fliegerbombe in der Berliner Straße hatte etwa eine Stunde gedauert.

Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg

Bombe Meiningen 12.11.2019
Die Bombe wurde bei Gleisarbeiten am Meininger Bahnhof entdeckt. Bildrechte: MDR/Silvio Dietzel

Der Blindgänger war am Dienstag bei Gleisarbeiten am Bahnhof entdeckt worden. Es handelte sich um eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Andreas West vom Kampfmittelräumdienst Tauber sagte MDR THÜRINGEN, es habe bereits den Verdacht gegeben, dass sich auf dem Baugelände eine Bombe befinden könnte.

Der Sprengkörper hatte zwei scharfe Zünder. Akute Gefahr für die Bevölkerung bestand laut Kampfmittelexperten aber nicht.

Bombenfund Bombenentschärfung im Zentrum von Meiningen

Wegen einer amerikanischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg mussten in Meiningen 3.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Experten des Kampfmittelräumdienstes entschärften den 227 Kilogramm schweren Blindgänger.

An langen Tischen sitzen von der Evakuierung Betroffene in einer Halle.
Wegen einer amerikanischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg mussten in Meiningen 3.000 Menschen vorübergehend ihre Wohnungen verlassen. Bildrechte: MDR/Uwe Kelm
An langen Tischen sitzen von der Evakuierung Betroffene in einer Halle.
Wegen einer amerikanischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg mussten in Meiningen 3.000 Menschen vorübergehend ihre Wohnungen verlassen. Bildrechte: MDR/Uwe Kelm
Eine riesige Pfütze auf der Baustelle
Entdeckt wurde die Fliegerbombe am Dienstag bei Gleisarbeiten am Bahnhof. Bildrechte: MDR/Uwe Kelm
Bagger stehen auf einer Baustelle.
Dass es auf dem Baugelände noch Blindgänger geben könnte, hatten die Experten schon vermutet, weshalb sie mithilfe einer Landsonde gezielt nach einer Bombe suchten. Bildrechte: MDR/Uwe Kelm
Ein Polizist sitzt vor dem Stadtplan mit der Evakuierungszone.
Im Umkreis von 500 Metern zur Fundstelle mussten deshalb alle Gebäude geräumt werden. Die Polizei organisierte die Evakuierung und lobte anschließend den friedlichen und geordneten Ablauf. Bildrechte: MDR/Uwe Kelm
Rettungswagen stehen vor einem Gebäude.
Wer nicht bei Freunden oder Verwandten außerhalb der Sperrzone untergekommen ist, konnte in der Meininger Multihalle Unterschlupf finden. Bildrechte: MDR/Uwe Kelm
Helfer geben Suppe und Brötchen aus.
Dort kümmerten sich Freiwillige - unter anderem vom Deutschen Roten Kreuz - um die Versorgung der Menschen. Bildrechte: MDR/Uwe Kelm
Helfer kochen Suppe für die Evakuierten.
Vor der Halle gab es sogar eine warme Mahlzeit aus der Gulaschkanone. Bildrechte: MDR/Uwe Kelm
An langen Tischen sitzen von der Evakuierung Betroffene in einer Halle.
Insgesamt waren nach Angaben des Landratsamts zuletzt genau 162 Menschen in der Multihalle. Bildrechte: MDR/Uwe Kelm
Strohballen sind am Fundort der Bombe aufgeschichtet.
An der Fundstelle der Bombe konnte der Kampfmittelräumdienst erst nach der Evakuierung mit der Entschärfung beginnen. Bildrechte: MDR/Landratsamt Schmalkalden-Meiningen
Eine freigelegte und entschärfte schwarze Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg.
Die gesäuberte und entschärfte Bombe: Der Blindgänger ist 227 Kilogramm schwer. Mit der Entfernung des Kopfzünders war sie um 16:07 Uhr offiziell entschärft. Bildrechte: Tauber
Ein längliches Metallbauteil, bei dem es sich um den Heckzünder einer Fliegerbombe handelt, darauf die Prägung: November 1944.
Der entschärfte Heckzünder hat Hinweise auf das Baujahr der Fliegerbombe eingraviert: November 1944. Bildrechte: Landratsamt Schmalkalden-Meiningen
Ein längliches Metallbauteil, bei dem es sich um den Kopfzünder einer Fliegerbombe handelt.
Das ist der sogenannte Kopfzünder der Bombe. Er wurde schließlich um 16:29 Uhr kontrolliert gesprengt. Bildrechte: Landratsamt Schmalkalden-Meiningen
Ein Feuerwehrwagen steht auf einem Feld.
Landrätin Peggy Greiser und Bürgermeister Fabian Giesder haben sich am Abend bei den Einsatzkräften und der Bevölkerung bedankt. Bildrechte: MDR/Landratsamt Schmalkalden-Meiningen
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Quelle: MDR THÜRINGEN/nis

Zuletzt aktualisiert: 14. November 2019, 10:48 Uhr

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