Dajana Eitberger und Johannes Ludwig
Die beiden Rennrodler Johannes Ludwig und Dajana Eitberger haben sich für ihre Familien und gegen Thüringen als Wohnsitz entschieden. Beide halten Oberhof aber als Sportstätte die Treue und wollen regelmäßig dort weiter trainieren. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mehr Zeit mit der Familie Rennrodler Ludwig und Eitberger ziehen um

Dajana Eitberger und Johannes Ludwig gehen neue Wege. Die beiden Weltklasse-Rennrodler möchten mehr Zeit bei ihren Familien verbringen, und sind aus Oberhof, beziehungsweise Ilmenau weggezogen. Beide wollen aber die Sportstätte fürs Training weiter nutzen und halten auch ihren Vereinen die Treue.

Dajana Eitberger und Johannes Ludwig
Die beiden Rennrodler Johannes Ludwig und Dajana Eitberger haben sich für ihre Familien und gegen Thüringen als Wohnsitz entschieden. Beide halten Oberhof aber als Sportstätte die Treue und wollen regelmäßig dort weiter trainieren. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Weltklasse-Rennrodler Dajana Eitberger und Johannes Ludwig haben ihren Lebensmittelpunkt nicht mehr in Thüringen. Wie Eitberger MDR THÜRINGEN sagte, will sie zu ihrem Freund nach München ziehen und damit neue Wege gehen. "Ich habe mich im letzten Jahr in der Sommervorbereitung in ein Loch trainiert und war in der Saison oft angeschlagen und sehr müde", sagte Eitberger.

Rennrodlerin Dajana Eitberger
Dajana Eitberger gewann bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang die Silbermedaille. Bildrechte: IMAGO

Der Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele 2018 hat nach ihren Worten nach der vergangenen Saison fast die Motivation gefehlt, überhaupt mit dem Rennrodeln weiter zu machen. Deshalb sei sie zu ihrem Freund nach Bayern gezogen. Eitberger bekräftigte gleichzeitig, Oberhof die Treue halten zu wollen. So oft es geht, werde sie dort trainieren und auch weiter für ihren Heimatverein RC Ilmenau starten.

Johannes Ludwig
Rennrodler Johannes Ludwig holte 2018 in Pyeongchang die Bronzemedaille. Bildrechte: IMAGO

Auch Johannes Ludwig, der 2018 bei den Olympischen Spielen Bronze gewann, hat sich für ein Training in Eigenverantwortung entschieden und seinen neuen Lebensmittelpunkt nach Niedersachsen verlagert. Ludwig begründet den Wegzug aus dem Thüringer Wald mit einer langfristigen persönlichen Planung für sich und seine Familie. Auch er werde mit dem WSV Oberhof 05 weiterhin einem Thüringer Verein angehören und für das spezifische Training regelmäßig vor Ort sein, sagte Ludwig. "Ich habe zwar einen Schritt für meine Familie gemacht, aber Oberhof nicht den Rücken gekehrt", sagte der Rennrodler.

Eitberger und Ludwig sehen ihre neuen Wege als Herausforderung. Die Zeit, die sie künftig in Oberhof mit Training verbringen, wollen sie sehr intensiv gestalten. Es sei jedes Mal wie ein Trainingslager, so Johannes Ludwig.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | THÜRINGEN JOURNAL | 10. Juni 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Juni 2019, 14:11 Uhr

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3 Kommentare

11.06.2019 20:28 W. Merseburger 3

Die Abwanderung von Spitzensportlern, die dem Wintersport fröhnen, geht leider weiter. Die Zentren in Rupolding und in Oberstdorf werden damit auch wirtschaftlich gestärkt und es ist vielleicht angenehmer sich in Oberstdorf mit dem herrlichen Panorama zu schinden als in Oberhof. Ich denke es trifft auch weitere Zentren, wie z. B. Hinterzarten im Schwarzwald. Die nächsten Jahre werden aber zeigen, ob fehlener Wettbewerb unterschiedlicher Zentren der richtige Weg war, um das hohe Niveau zu halten?

11.06.2019 19:49 Chris 2

Ist doch klar das privat früher oder später vorgeht und dann zieht man eben da hin wo man eine neue Familieleben aufbauen möchte...

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