Feuerwehrleute stehen neben einem brennenden Gebäude.
2018 war für die Einsatzkräfte der Thüringer Feuerwehren ein Ausnahmejahr. Bildrechte: MDR/Björn Walther

Katastrophenschutzbericht Zahl der Toten bei Bränden stark gestiegen

Bei Feuern in Thüringen sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen gestorben als im Jahr zuvor. Das ist die bittere Bilanz aus dem aktuellen Brandschutzbericht des Innenministers. Es gibt aber auch eine positive Nachricht.

Feuerwehrleute stehen neben einem brennenden Gebäude.
2018 war für die Einsatzkräfte der Thüringer Feuerwehren ein Ausnahmejahr. Bildrechte: MDR/Björn Walther

Die Zahl der Feuerwehrleute in Thüringen hat im vergangenen Jahr nach langem Abwärtstrend erstmals wieder zugenommen. Nach Angaben von Innenminister Georg Maier (SPD) gab es 2018 in den Kommunen gut 34.700 aktive Feuerwehrleute - 900 mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Plus von knapp drei Prozent.

Nachwuchs rückt an: Feuerwehr in Thüringen gewinnt Mitglieder

Die Entwicklung sei sehr erfreulich, sagte Maier am Donnerstag bei der Vorstellung des Brand- und Katastrophenschutzberichts in Zella-Mehlis (Kreis Schmalkalden-Meiningen). Laut Feuerwehrverband ist einer der Gründe dafür, dass vor etwa zehn Jahren das Eintrittsalter in die Jugendfeuerwehren abgesenkt wurde und damit mehr Kinder als neue Mitglieder gewonnen werden konnten. Die Folge: Jetzt treten diese jungen Leute in den aktiven Feuerwehrdienst ein.

Rekordniveau bei Einsätzen - deutlich mehr Tote

Laut Maier hat sich zudem die Zahl der Einsätze auf ein Rekordniveau von über 34.100 erhöht. Zurückzuführen ist das unter anderem auf besonders viele Einsätze zur Brandbekämpfung. Ihre Zahl stieg wegen des heißen und trockenen Sommers 2018 um ein Drittel auf knapp 5.000.

Besonders tragisch: 29 Menschen kamen bei Bränden in Thüringen ums Leben (2017: 18). Die Zahl markiert ebenfalls einen Höchststand seit der Jahrtausendwende. 4.277 Personen wurden im vergangenen Jahr verletzt - darunter 87 Angehörige der Feuerwehr.

Rauchmelder sollen in Thüringen Leben retten

Die meisten Einsätze - mehr als 23.000 - waren sogenannte Hilfeleistungen, etwa bei Verkehrsunfällen. Zugenommen hat erneut auch die Zahl der Fehlalarme - vor allem, weil Brandmelder nicht richtig funktionierten. Dennoch ruht auf den Geräten die Hoffnung, dass sich Zahl der Opfer wieder reduziert. "Oftmals sind es Rauchgasvergiftungen, die zum Tod der Menschen führten", berichtete Maier. Mit Einführung der Pflicht von Rauchmeldern seit Januar dieses Jahres hoffe man auf eine positive Entwicklung, so der Innenminister.

Quelle: MDR THÜRINGEN/maf, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 22. August 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. August 2019, 20:14 Uhr

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