65 Jobs betroffen Feinkost-Werk Hopf in Floh-Seligenthal schließt

Das Feinkost-Werk in Floh-Seligenthal steht erneut vor dem Aus. Eine Firmensprecherin teilte MDR THÜRINGEN mit, der Standort könne nicht dauerhaft wirtschaftlich betrieben werden. Das habe eine Analyse ergeben. Sie kündigte an, dass der Betrieb die Mitarbeiter bestmöglich unterstützen werde. Genaue Angaben dazu machte sie jedoch nicht. Das Südthüringer Werk gehört zum Feinkost-Hersteller Homann, der wiederum Teil der Unternehmensgruppe Theo Müller ist.

Gewerkschaft: Aus zum 31. August

Auf einem Flachbau sind Fahnen zu sehen: die Deutschland- und die Thüringenflagge sowie eine Fahne mit einem grünem Herz und dem Schriftzug "Hopf seit 1946". Unter dem Dach ist an der Fassade eine Platte mit demselben Logo zu sehen.
Bei Hopf Feinkost in Floh-Seligenthal werden unter anderem Salate, Aufstriche und Fischprodukte hergestellt. Bildrechte: MDR/Rolf Dieter Lorenz

Wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätte (NGG) mitteilte, soll das Thüringer Werk zum 31. August schließen. Betroffen sind 65 Arbeitsplätze in dem Betrieb im Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Die Gewerkschaft kritisierte die angekündigte Schließung: Viele Mitarbeiter hätten mit Sicht auf ihre Arbeitsplätze jahrelang auf höhere Lohnforderungen verzichtet. Am Dienstagabend wurden die Mitarbeiter demnach über die geplante Schließung des Werks informiert. Am Mittwoch soll über den Sozialplan verhandelt werden.

Bereits im Sommer 2017 hatte der Mutterkonzern angekündigt, die Produktion bis 2020 ins sächsische Leppersdorf zu verlegen und das Feinkost-Werk Hopf in Floh-Seligenthal sowie drei weitere Standorte zu schließen. Das Unternehmen hatte damals von hartem Wettbewerb und mangelndem Entwicklungspotenzial gesprochen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 29. Mai 2019 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. Mai 2019, 15:36 Uhr

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12 Kommentare

30.05.2019 20:28 Frau Klein 12

Ich finde es sehr traurig das es mal wieder einen Betrieb in unserer Großgemeinde treffen soll. Die Mitarbeiter haben auf Lohnerhöhung verzichtet und nun soll es doch vorbei sein. Das ist doch nur Leuteverdummung. Sollte es zur Schließung kommen bekommen sie auch weniger Arbeitslosengeld. Das interessiert die Obrigkeit auch nicht. Einfach nur Schade.

30.05.2019 09:36 Mediator 11

Wirtschaftlicher Sachverstand scheint bei den Kommentaren hier nicht wirklich zu dominieren. Um einen Betrieb wirtschaftlich und konkurrenzfähig betreiben zu können bedarf halt mehr als schmackhafter Produkte.

Da anscheinend im Konzern Gewerkschaften und Betriebsräte vertreten sind bleibt wohl lediglich die Option das Aus für die Betroffenen Mitarbeiter finanziell etwas abzufedern. Ansonsten ist es eine unternehmerische Entscheidung, wenn man einen Standort stärkt und einen anderen dafür dicht macht.

Wer hier gleich schon wieder mit der NAZI-Keule - pardon der AfD droht, der sollte sich einmal überlegen für was die AfD u.a. wirtschaftspolitisch steht. Das sind ganz klar neoliberale Ziele oder vereinfacht ausgedrückt: Schwächung von Arbeitnehmerrechten und einem freien Spiel der Kräfte in der Wirtschaft. Klar kann man sie wählen, aber warum?

Dank guter Wirtschaftslage, stehen die Chancen auf einen neuen Job ja in der Region nicht mal so schlecht.

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