Lebensmittelbranche Großbäckerei Frischback hat Betrieb in Schmalkalden geschlossen

Die insolvente Großbäckerei Frischback hat inzwischen ihren Betrieb in Schmalkalden stillgelegt. Das sagte ein Sprecher der beratenden Insolvenzrechtskanzlei Buchalik-Brömmekamp MDR THÜRINGEN. Damit hätten 30 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verloren. Insgesamt beschäftige Frischback aktuell 730 Leute und betreibe unverändert 103 Filialen.

Von Schmalkalden aus waren bislang mehrere Hundert Krankenhäuser, Seniorenheime, Schulen, Kindergärten und Hotels mit Brot und Brötchen beliefert worden. Dieses Geschäft sei jedoch unprofitabel gewesen und deshalb nun eingestellt worden, so der Sprecher. Nach der ersten Frischback-Insolvenz habe die Geschäftsführung noch geglaubt, das Großkundengeschäft profitabel machen zu können. Das sei jedoch nicht gelungen.

Frischback Firmengelände
Frischback-Zentrale in Arnstadt Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Ab Frühjahr soll wie angekündigt auch der Betrieb in Arnstadt schrittweise stillgelegt und der Umzug nach Erfurt umgesetzt werden. So hofft Frischback die Kosten zu senken. Die Zentralisierungspläne waren zuvor ins Stocken geraten. Spätestens bis zum Sommer will die Großbäckerei nun den Standort Arnstadt schließen. Der Kanzleisprecher sagte auch, dass teilweise anders als in der Öffentlichkeit dargestellt, das Unternehmen immer wieder in die Technik investiert habe. Dass auch ein so genannter Netzbandofen aus DDR-Zeiten weiter betrieben werde, sei der Tradition geschuldet. Die damit gebackenen Brötchen seien besonders beliebt bei der Kunden.

Die Traditionsbäckerei Frischback GmbH aus Arnstadt hatte Anfang Januar ein Insolvenzverfahren in Eigenregie beantragt. Damit ist das Unternehmen zum zweiten Mal in kurzer Folge in finanzielle Schieflage geraten. Erst im April 2018 hatte die Großbäckerei ein Insolvenzverfahren vermeintlich erfolgreich beendet. Damals hatte Banken und Lieferanten Frischback mehr als sieben Millionen Euro Schulden erlassen. Zudem hatte die Arbeitsagentur, wie diesmal auch, drei Monate lang über Insolvenzgeld die Löhne für die Beschäftigten übernommen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 23. Februar 2019 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Februar 2019, 07:00 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

14 Kommentare

24.02.2019 11:22 Sonja 14

@ 1 3 das stimmt ja wir haben 10 Jahre im Westen den mist gegessen mit ihre Brotle so wie diese es nannten, aber was sollte man machen , wir hatten gute Bäcker zu DDR- Zeiten.

MDR THÜRINGEN:
Dies ist der letzte veröffentlichte Kommentar zur Brotqualität in der Vorwendezeit. Wir bitten nun alle User sich wieder den aktuellen Ereignissen in Schmalkalden zuzuwenden, themenfremde Beiträge werden nicht mehr veröffentlicht.
Ihre Online-Redaktion /ls

24.02.2019 08:38 Wie bestellt -so geliefert 13

Lobbyregister@5 Über die Qualität von Brotfabriken in der DDR konnte man streiten. Es gab zu der Zeit aber noch jede Menge private Bäcker und diese hatten fast alle eine Qualität an Brot und Brötchen sowie Gebäck und Kuchen anzubieten die heute noch ihres gleichen sucht. Lobby, ich war viele Jahre in den alten Bundesländern gleich nach der Wende auf Montage, ich bekomme heute noch Brechreiz, wenn ich an diese Luftbrötchen und das trockene nicht haltbare Brot denke, alles nur künstlich hochgezogen. Und die Bäcker in der ehemaligen DDR wollten eine Zeit lang auch diesen Weg beschreiten, aber die Vernunft der Kundschaft hat sich hier zum Glück durchgesetzt. Heute gibt es zwar weniger private Bäckereien, aber wieder mit sehr hoher Qualität, dafür zahle ich gern ein wenig mehr.

Mehr aus der Region Suhl - Schmalkalden - Meiningen