Gefahrguttransporter Gülle-Laster in Untermaßfeld umgekippt - Fahrer schwer verletzt

Zwischen Untermaßfeld und Obermaßfeld (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) ist am Dienstag ein Gülle-Laster umgekippt. Wie ein Polizeisprecher MDR THÜRINGEN sagte, ist der Fahrer dabei schwer verletzt worden. Sein Sattelzug war beim Abbiegen umgestürzt. Ein Gefahrengutzug und die Wasserbehörde waren im Einsatz, da Tausende Liter Gülle ausgelaufen waren. Eine Gefahr für die Umwelt habe laut Wasserbehörde nicht bestanden.

Ein umgekippter Güllelaster.
Die Feuerwehr hat den Bereich weiträumig abgesperrt. Bildrechte: MDR/NEWS5/Ittig

Der Unfall ereignete sich in der Ecke Hopfengarten/am Steigrain, am Abzweig zur L3089. Die Straße wurde rund zweieinhalb Stunden lang gesperrt, Autofahrer wurden gebeten, einen Umweg über die A71 zu fahren.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dvs

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 11. August 2020 | 18:00 Uhr

6 Kommentare

Lothar Thomas vor 23 Wochen

Ich sehe, wir wissen Beide, wovon wir sprechen Herr Kollege.

Heutzutage interessiert eine wirklich sichere Fahrweise niemanden mehr.

Ich war seinerzeit im ehemaligen Bezirk Gera der jüngste Sattelzug Fahrer, da haben mich die Container Kutscher vom Kraftverkehr Gera bei der BDK "angeschissen", weil ich noch keine 40 Jahre alt war und nicht über 20 Jahre Berufserfahrung verfügte.

Ich hatte denen bewiesen, dass man mit einem Sattel in einen Betrieb fahren und dort sogar wenden konnte.

Dabei waren die mit ihren 20 Fuss Containern sogar kürzer, wie ich mit meinem W50 Auflieger.

Die waren einfach zu FAUL.

Bevor ich auf dem Sattelzug alleine fahren durfte, musste ich auch mit einem extra Beifahrer mein Können beweisen.

Aber wie Sie schon schreiben, heutzutage wird alles aus Kostengründen zurück geschraubt.

Am Ende interessiert es doch keinen wirklich, was der Fahrer kann.

Wir hatten da noch eine solide Ausbildung.

Allzeit gute Fahrt.

Lothar Thomas vor 23 Wochen

Hallo part,

Wie ich schon geschrieben hatte, egal ob LKW oder Zugmaschine mit Anhänger, wenn man Flüssigkeiten transportiert ist es ein komplett anderes Fahrverhalten, wie nur mit einem Kipper oder einer Pritsche.

In jedem Fass auf Rädern sind sogenannte Schwallbleche installiert, oder sollten zumindest beim Neufahrzeug sein, diese sollen die Flüssigkeit stabilisieren helfen, damit sich das Fahrzeug nicht "aufschaukelt".

Es ist dabei unerheblich, mit welchem Zugfahrzeug alles transportiert wird.

Es hatte zu DDR Zeiten sogar Spezialisten gegeben, die so ein Güllefass mit dem ZT umgelegt haben.

Darum mein gut gemeinter Rat, egal was geladen ist, wenn man einen "Tanker" vor sich hat, BITTE GEBT OBACHT, wenn ihr so ein Geschoss überholt.
Der Kutscher hat es so schon schwer genug.
Wer es noch genauer wissen will, sollte selbst mal auf so einem großen Bock sitzen und am Quirl drehen.
Ein LKW fährt sich heutzutage leichter wie früher, aber trotzdem schwerer wie ein kleiner PKW.

part vor 23 Wochen

Früher waren die Gülleanhänger etwas kleiner und fuhren direkt aufs Feld mit einer Zugmaschine, heute wird zwischgelagert oder am Feldrand umgefüllt und Gülle als Gefahrenstoff im Straßenverkehr behandelt. Die kleineren Anhänger waren auch nicht kippsicher, aber etwas kippsicherer da schräg gelagert.

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