Wintersport Skifahren in Thüringen nur auf Kunstschnee möglich

In Thüringen lässt das Wintersportwetter weiter auf sich warten. Wie der Regionalverbund Thüringer Wald mitteilte, gibt es in den höheren Lagen nur einen Hauch von Schnee. Wintersportler müssten sich weiter mit Angeboten auf Kunstschnee begnügen.

Seit Sonntag geöffnet ist laut Verbund der Fallbachhang in Oberhof samt Skilift. Präparierte Hänge gibt es außerdem in Steinach im Landkreis Sonneberg und Heubach im Landkreis Hildburghausen. Langlauf ist nur in der Skisporthalle in Oberhof möglich.

Rennsteig-Ski-Lauf in Gefahr

Wegen dem fehlenden Schnne steht auch der 43. Rennsteig-Ski-Lauf rund um Oberhof auf der Kippe. Wie Andreas Eff vom Wintersportverein Schneestern Seligenthal sagte, wird es am 8. und 9. Februar vermutlich keine Rennen geben. Eine endgültige Entscheidung stehe aber noch aus, sagte Eff. Für die kommende Woche hätten Wetterexperten Schneefälle angekündigt.

Momentan liegt nur im Oberhofer Skistadion ein Streifen aus Kunstschnee. Dieses würde für einen großen Volks-Skilauf wie den Rennsteiglauf aber nicht ausreichen. Beim Rennsteig-Ski-Lauf gehen jedes Jahr mehrere Hundert Skilangläufer an den Start. Geplant sind am Samstag 15 Kilometer in der Freien Technik sowie am Sonntag 30 Kilometer in der Klassischen Technik.

Oberhof: Skilangläufer trainieren in der Skisporthalle
In der Oberhofer Skihalle können sich Langläufer derzeit austoben. Außerhalb der Halle fehlt die weiße Pracht. (Archivbild) Bildrechte: Jens-Ulrich Koch/dpa

Quelle: MDR THÜRINGEN/jw

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 26. Januar 2020 | 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. Januar 2020, 14:26 Uhr

4 Kommentare

martin vor 3 Wochen

@jaroslav: Sie spielen auf das Engagement der Betreiber an? Zu Schmiedefeld und Steinach kann ich wenig aus eigener Erfahrung berichten. Der Heubacher-Betreiber mit seinem Team macht auf mich in der Tat einen recht engagierten Eindruck - die stellen auch Abends die Schneekanonen wieder auf die Piste, lassen die Beschneiung über Nacht laufen, räumen die Teile früh morgens wieder weg und präparieren die Piste.

Ob die unterschiedlichen Öffnungszeiten "nur" am Engagement liegen, oder ob auch mikroklimatische Einflüsse (Nord- bzw. Südstau) oder auch die "pro Gerät zu beschneiende Fläche" (Heubach ist ja nicht gerade riesig) eine Rolle spielen, kann ich nicht beurteilen.

Ich meine in Bayern gibt es meines Wissens für Wintersport außerhalb von Hallen unter 1.000 m Höhe gar keine Landesförderung mehr. Das erscheint mir durchaus ein vernünftiger Umgang mit Steuergeldern ...

Jaroslav Skalicky vor 3 Wochen

Hallo Martin,
dann frage ich mich aber, wieso seit weit über einem Monat (!) durchgehend in Heubach und Steinach geöffnet ist?
Und dort mit deutlich älterer Technik und unter weitaus schlechteren Voraussetzungen....

Ihre Gedanken bezüglich der Investition in Schmiedefeld an sich teile ich jedoch - allerdings: an anderer Stelle investiert hätte man mit Sicherheit mehr daraus gemacht!

martin vor 3 Wochen

@jaroslav: Die Frage lässt sich recht einfach beantworten: In Schmiedefeld ist es so warm, dass es noch nicht einmal für eine nennenswerte Produktion von Kunstschnee reicht.

Die meines Erachtens viel interessantere Frage ist, weshalb denn überhaupt so viel Geld in diese Winterwelt geflossen ist. Die jetzige Situation kommt doch nicht überraschend.

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