Hoteliers und Gewerbetreibende unzufrieden Tourismusstrategie für Oberhof erntet Kritik

Die Tourismusstrategie für Oberhof ist erneut auf heftige Kritik gestoßen. Bei einer Diskussionsrunde am Mittwochabend bemängelten Hoteliers und Gewerbetreibende vor allem die Außenwirkung des Wintersportortes.

Keine klare Linie

Werbeschild am Ortseingang von Oberhof
Oberhof werde nur als Wintersportort wahrgenommen, heißt es. Bildrechte: MDR/Sascha Richter

Oberhof werde nach außen kaum wahrgenommen, sagte Sebastian Löser, Geschäftsführer des Berghotels. Ähnlich äußerte sich der Chef des Schlossberghotels. Seiner Meinung nach gibt es in Sachen Vermarktung keine klare Linie.

Kritisiert wurde aber auch die unzureichende Zusammenarbeit im Thüringer Wald. Die Institutionen, die es in der Region gebe, seien nicht in der Lage, die Region als Ganzes zu vermarkten, sagte Schmalkaldens Bürgermeister Thomas Kaminski (SPD). 

Weitere Diskussionsveranstaltungen geplant

An der Diskussion hatten Vertreter aus Politik, Marketing und Wirtschaft teilgenommen. Künftig soll es weitere Treffen dieser Art geben, um den Ort fit für die Zukunft zu machen.

Panorama des Wald-Reviers Oberhof.
Der Thüringer Wald um Oberhof hat im Sommer viel Grün zu bieten. Bildrechte: MDR/Holger John

Seit Jahren versuchen die Stadt am Rennsteig und das Land Thüringen, vom Image Oberhofs als Wintersportort wegzukommen und die ganze Region als touristisches Ziel zu vermarkten, wo Menschen das gesamte Jahr über Urlaub machen können. Die Übernachtungszahlen in Oberhof sind seit Jahren sinkend. Vor zehn Jahren zählte der Ort noch über 400.000 Übernachtungen pro Jahr, 2018 waren es noch rund 364.000 Übernachtungen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten Süd-Thüringen | 23. Mai 2019 | 17:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Mai 2019, 22:55 Uhr

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7 Kommentare

25.05.2019 07:41 Steuerzahler 7

Oberhof ist nur bekannt seit 1966 durch ständige Hotelabrisse und neue Hotelbauden. Wobei jetzt durch die Biathlon-Arena, dem Bad- H2Oberhof u.ä.m. erneut Objekte entstanden sind die nur durch die Thüringer Steuerzahler am Leben erhalten werden können. Das Flair von Oberhof ist somit mit dem Jahr 1966 untergegangen. Vor kurzer Zeit hat erst die Tourismus GmbH Thüringer Wald in Suhl, erneut mehrere tausende Steuergelder in den Sand gesetzt, da eine Firma aus München diese Probleme beenden sollte. Die Reparaturen in der H2Oberhof Therme nehmen auch immer mehr über Hand, hier wurden erneut Fließen ausgewechselt. Ich habe meine Fließen als Nichtfachmann selbst gelegt vor ca. 30 Jahren und bei mir ist noch alles in Ordnung. Schärfere Kontrollen, fähige Fachleute sind hier erforderlich um den Raubbau am Thüringer Steuerzahler zu beenden. Die gesamte Tourismusregion sollte mit einer Bahnlückenschließung verbunden werden, schon wegen dem Klimawandel und dem Aufschwung für die gesamte Region.

24.05.2019 19:07 Uwe 6

In Oberhof werden doch mittlerweile um 17:00 die Bürgersteige hochgeklappt. Ich bin beruflich oft in der Region um Winterberg, daran sollte sich Oberhof ein Beispiel nehmen. Allein das Angebot an Freizeitaktivitäten auf den Webseiten Oberhof und inwinterberg.de das sind Welten. Die Sauerland Sommercard ein Angebot das Urlaub bezahlbar macht. Der Thüringer Wald krankt am Egoismus der einzelnen Gemeinden. Jeder hat Angst der andere nimmt ihm einen Gast weg. Ein einheitliches Konzept von der Werra bis zur Saale, darin enthalten Nahverkehr der an die Bedürfnisse der Urlauber angepasst ist und nicht an Stadt oder Kreisgrenzen endet inklusive eines einheitlichen Tarifsystems. Wie erreiche ich junge Gäste? Was kann ich Abends bieten? Welche Veranstaltungen ziehen Leute an? Wenn in Brotterode openair an der Schanze ist warum bietet man keinen Bus ab Oberhof an? Zum Schlagerfest in Villingen fahren Sonderzüge aus Kassel... Es gibt so vieles was man machen kann aber der platz ist zu ende hier...

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