Landgericht Meiningen Haftstrafe für Fluchthelfer um zwei Monate verkürzt

Das Landgericht Meiningen hat die Strafe für einen 48-jährigen Mann wegen Fluchthilfe abgemildert. Laut dem am Montag im Berufungsprozess ergangenen Urteil bekommt der Mann aus Moldawien nun sechs Monate Haft. In erster Instanz hatte ihn das Amtsgericht Suhl im Februar zu einer achtmonatigen Haftstrafe für seine Fluchthilfe verurteilt.

Berufung Gefangenenbefreiung Suhl Meiningen
Der Angeklagte mit Anwalt und Dolmetscher bei einem früheren Verhandlungstag. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich

Der vor wenigen Tagen aus der Haft entlassene Mann hatte im Oktober 2017 einem Mithäftling in der JVA Suhl-Goldlauter zur Flucht verholfen. Gemeinsam mit einem weiteren Mann hatte er dem Flüchtenden dabei geholfen, sich in einer Kiste zu verstecken. Diese wurde auf einen Lkw geladen, der sie nach draußen brachte. Bei dem Flüchtenden handelte es sich um einen verurteilten Drogendealer.

Der 48-Jährige saß damals selbst in der JVA ein. Er verbüßte dort eine mehrjährige Haftstrafe wegen Wohnungseinbrüchen und schweren Diebstahls. In der Berufungsverhandlung am Landgericht Meiningen bat er das Gericht um eine Chance. Er werde keine weiteren Straftaten mehr begehen, sagte er. Die Staatsanwaltschaft lehnte in ihrem Plädoyer eine Bewährungsstrafe ab und forderte Haft.

Das Verfahren gegen den zweiten Fluchthelfer wird separat geführt.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 28. Oktober 2019 | 19:00 Uhr

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