Landgericht Meiningen Sexueller Missbrauch: Vier Jahre Haft für 35-Jährigen

Im Prozess um Kindesmissbrauch in Meiningen ist der Angeklagte zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er hatte sich an der Tochter seiner damaligen Freundin vergangen und kinderpornografisches Material verbreitet.

Ein Mann sitzt auf der Anklagebank und hält sich einen Ordner vors Gesicht.
Angeklagter während der Verhandlung. Bildrechte: MDR/ Cornelia Hartmann

Das Landgericht Meiningen hat einen 35-Jährigen am Dienstag zu vier Jahren Haft verurteilt. Die Richter schicken den Mann wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie Besitzes und Verbreitens kinderpornografischer Schriften ins Gefängnis. Damit folgt das Gericht den Forderungen von Staatsanwaltschaft und Nebenklage. Die Verteidigung hatte auf zwei Jahre Haft plädiert.

Der 35-Jährige hatte sich zwischen 2015 und 2018 zweimal an der Tochter seiner damaligen Freundin vergangen. Zu Prozessbeginn hatte er den Vorwurf eingeräumt - das Geständnis aber am zweiten Verhandlungstag teilweise widerrufen. Deshalb hatte auch das heute achtjährige Opfer vor Gericht aussagen müssen.

"Die Bilder machen fassungslos"

Bestritten hatte der Mann nicht, dass er von 2013 bis 2017 im Internet in mehr als 100 Fällen Bilder und Videos mit kinderpornografischem Inhalt heruntergeladen und teilweise weitergeleitet hat. Teilweise waren darunter auch sehr junge Opfer. "Die Bilder machen fassungslos", sagte die Richterin in ihrer Urteilsbegründung.

In seinem Heimatort im Kreis Schmalkalden-Meiningen schlugen dem Mann Wut und Hass entgegen. In seinem Schlusswort sagte der Verurteilte, dass ihm die Tat leid tue und er sie gerne ungeschehen machen würde. Er wolle in seiner Haft eine Therapie machen, kündigte er an.

Quelle: MDR THÜRINGEN/sar

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 13. August 2019 | 12:00 Uhr

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