Fallbachhang in Oberhof Neue Beschneiungsanlage wird erst nächstes Jahr gebaut

von Tino Geist

Die neue Beschneiungsanlage am Oberhofer Fallbachhang wird erst im nächsten Jahr gebaut. Das sagte ein Sprecher des Zweckverbandes Thüringer Wintersportzentrum am Dienstag bei einer Verbandsversammlung in Oberhof. Deswegen müsse die alte Anlage für den kommenden Winter noch einmal hergerichtet werden. Dafür werden kurzfristig rund 170.000 Euro investiert.

Seit Baubeginn steht der neue Skilift am Oberhofer Fallbachhang unter keinem guten Stern. Der Zweckverband Thüringer Wintersportzentrum als Eigentümer des Lifts musste in diesem Sommer die vielen Mountainbike-Fans immer wieder vertrösten. Dadurch geht dem Betreiber, der Oberhof-Sportstätten GmbH, neben der letzten Wintersaison schon die zweite komplette Sommersaison verloren. Der Betreiber hatte gehofft, den Lift in diesem Jahr wenigstens noch ein paar Wochen für die Bikepark-Gäste in Betrieb nehmen zu können.

Der Neubau des Lifts hatte sich immer wieder verzögert. Zuletzt wurden die neuen Sessel nicht rechtzeitig geliefert. Skifahrer und Biker warten mittlerweile seit März vorigen Jahres auf einen neuen Lift am Oberhofer Fallbachhang. Der Lift sei baulich fertig, jedoch fehle eine Zulassung für die verbauten Rollen. Deswegen hätten sich die Beteiligten dazu entschlossen, den Lift erst mit dem ersten Schnee zu öffnen, hieß es aus dem Zweckverband.

Mittlerweile sei das Problem mit den Rollen zwar gelöst, doch auch bei der Beschneiungsanlage läuft nicht alles nach Plan. Diese sollte eigentlich auch schon in diesem Jahr erneuert werden und zumindest so hergerichtet werden, dass genügend Kunstschnee produziert werden kann. Die Arbeiten wurden nun aber doch in das nächste Jahr verlegt. Unter anderem wurden für die neue Anlage aber schon Leitungen verlegt. Diese müssen nun wieder an die alte Technik angeschlossen werden. Ansonsten müsste der Hang in diesem Winter ohne künstlichen Schnee auskommen. Das wäre wohl das Horrorszenario für die Betreiber: Ein endlich fertiggestellter Lift, der aber wegen zu wenig Schnee nicht in Betrieb gehen kann.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2018, 07:15 Uhr

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4 Kommentare

24.10.2018 22:38 martin 4

@3 walter: Sie fragen - meines Erachtens zu Recht - nach der Grenze.

Eine Teilantwort könnte sein: Die Grenze zu Bayern. Dort werden meines Wissens derartige Projekt unter 1.500 m Höhe nicht mehr vom Land gefördert - sofern es überhaupt noch einen Investor dafür gibt.

24.10.2018 12:35 walter 3

@2 Prinzipiell gebe ich Ihnen vollkommen recht, was ist dann aber z.B. mit
- Skihalle Neuss oder gar in Dubai
- beheizten Freibädern, wenn Wetter schlecht, dann halt kein Baden möglich
- Tropical Island
- Gondwanaland im Leipziger Zoo
...

Alles Dinge, welche eigentlich nicht hierher gehören und ökologisch zumindest fragwürdig sind. Aber wo ist die Grenze?

Zum anderen Thema: Bauzeit
Ich habe gesehen, wie voriges Jahr in Fügen von März bis November eine neue High-Tech Tal- und Bergstation, inklusive Erneuerung der Seilbahnmasten, gebaut wurde. (Das Ergebnis kann man im Internet ansehen.) Dagegen ist dies in Oberhof einfach nur erbärmlich.

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