Biathlon Schnee schmilzt beim Weltcup in Oberhof - Training abgesagt

Das Schmuddelwetter von Oberhof wirkt sich jetzt auch auf das sportliche Geschehen beim Biathlon-Weltcup aus: Wegen der schwierigen Bedingungen ist es nicht gelungen, die eigentlich für den Sprint der Männer notwendige 3,3 Kilometer lange Runde zu präparieren. Es wurde auf die Strecke der Frauen ausgewichen - das Training der Biathletinnen wurde dafür abgesagt.

Wegen des zuletzt starken Regens mussten die Biathleten beim Weltcup-Sprint am Freitagnachmittag auf einer veränderten Strecke laufen. Um für alle 111 Starter faire Bedingungen zu gewährleisten, liefen die Herren nun auf der Damenrunde. Statt den üblichen drei Runden über die Gesamtlänge von zehn Kilometern, drehten Arnd Peiffer & Co. nun vier Schleifen über 2,5 Kilometer.

Biathlon-Weltcup: Training der Frauen in Oberhof abgesagt

Um die Strecke für den Wettbewerb am Freitag zu schonen, war zudem das eigentlich vorher angesetzte Training der Frauen abgesagt worden. In Oberhof hatte es die ganze Nacht bis in den Morgen hinein bei vier Grad Celsius geregnet. Abseits der Loipen brachte das auch den letzten Naturschnee zum Schmelzen.

Wetter in Oberhof passt nicht - Schnee per Lkw

Weil im Thüringer Wald kaum Schnee liegt und auch die Produktion der 37 Schneekanonen nicht reichte, war der für die World Team Challenge auf Schalke produzierte Kunstschnee auf mehr als 30 Lkw aus dem 400 Kilometer entfernten Gelsenkirchen nach Oberhof gefahren worden. Die Lieferung sorgte für teils hitzige Diskussionen, Oberhofs Bürgermeister Thomas Schulz (Freie Wähler) verteidigte die Lkw-Fahrten später. Kurz vor Beginn des Weltcups meldete sich auch Mark Kirchner zu Wort: Die Debatte um Klima und Kunstschnee stieß dem Biathlon-Bundestrainer sauer auf.

Sind die Lkw-Transporte nach Oberhof für den Weltcup gerechtfertigt?

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Kühn in Oberhof auf Rang drei - Fourcade nicht zu schlagen

Johannes Kühn hat den Aufwärtstrend der deutschen Biathleten als starker Dritter im verregneten Heimspiel in Oberhof fortgesetzt. Der 28 Jahre alte Bayer sicherte sich sein bestes Saisonergebnis am Freitag im Sprint in Thüringen trotz einer Strafrunde mit 33 Sekunden Rückstand auf den fehlerfreien Franzosen Martin Fourcade.

"Ich will mich über den Fehler nicht beklagen, das wäre vermessen", sagte Kühn: "Ärgerlich ist der Fehler trotzdem, weil es eigentlich beherrschbar war. Aber ich bin zufrieden." In Abwesenheit des fünfmaligen Saisonsiegers Johannes Thingnes Bö aus Norwegen, der wegen der anstehenden Geburt seines ersten Kindes auf Oberhof und Ruhpolding in der kommenden Woche verzichtet, zeigte Kühn vor den heimischen Fans einen ganz starken Auftritt.

Fortgesetzt wird der Weltcup am Samstag um 12 Uhr mit den Staffelrennen. Am Sonntag stehen zum Abschluss die Massenstarts bei Männern und Frauen auf dem Programm.

Quelle: MDR THÜRINGEN/maf,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Das Fazit vom Tag | 10. Januar 2020 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. Januar 2020, 16:25 Uhr

5 Kommentare

martin vor 6 Wochen

Zunächst einmal meinen Respekt an Sportler und freiwillige Helfer. Allerdings zeigt sich mal wieder, dass Oberhof im Januar eher mit Nebel, Regen und Wind als mit guten Wintersportbedingungen punkten kann.

Von daher bin ich dafür, das Kosten für die WM 2013 einzusparen und die Veranstaltung lieber schon jetzt zurück zu geben.

Mario Hana vor 6 Wochen

Lasst es zukünftig besser sein! Die Zeiten für Skisport in Thüringen sind ein für allemal vorbei. Das ist doch auch keinerlei Werbung für die Region, die Bilder von Oberhof schrecken doch eher die Leute ab. Den Athleten macht Oberhof doch schon lange kein Spaß mehr und Nachwuchs für diese Sportarten gibt es doch hierzulande auch kaum noch. Man sollte maximal noch die Biathlon-WM 2023 austragen und dann einen Schlussstrich unter das Kapitel ziehen.

Theodor Dienert vor 6 Wochen

In welcher Zeitrechnung lebt denn unser Oberkommentator „martin“?

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