Umbau für die WM Pläne für das Oberhofer Biathlon-Stadion

von Tino Geist

"Jetzt haben wir die WM, aber jetzt fängt die Arbeit erst richtig an" - das sagte der Oberhofer Bürgermeister Thomas Schulz kurz nach dem WM-Zuschlag vor gut zwei Wochen. Denn bevor die besten Biathleten der Welt ihren Saisonhöhepunkt am Grenzadler austragen können, muss dort noch einiges getan werden. Das Biathlon-Stadion soll für rund 24,5 Millionen Euro umgebaut werden. Die Pläne dafür hat der neue Oberhof-Beauftragte der Thüringer Landesregierung, Hartmut Schubert, am Donnerstag in Oberhof vorgestellt.

Skizze Gebäude mit Zuschauertribüne
So soll es mal aussehen Bildrechte: rebo consult ingenieurgesellschaft mbh

Kein Stein bleibt auf dem anderen, so könnte die Überschrift der Präsentation des für den Umbau beauftragten Planungsbüros lauten. Viel wird sich bis zur Biathlon-WM in gut viereinhalb Jahren im Oberhofer Stadion ändern.

4.000 Plätze mehr geplant

Zuschauertribüne
An dieser Stelle soll ein neues Funktionsgebäude entstehen Bildrechte: MDR/Tino Geist

Unter anderem sollen die Tribünen in der Arena erweitert werden. 4.000 Zuschauer mehr haben dann im Stadion Platz. Außerdem sind zwei neue Funktionsgebäude geplant sowie ein 75 Meter langer Tunnel, der die Athleten ins Stadion führt. Zusätzlich soll es eine Brücke vom Wachsbereich zu einem der neuen Funktionsgebäude geben.

Auch die Strecken am Grenzadler sollen ein neues Profil erhalten. Unter anderem werden der Startbereich und die Strafrunde verlegt. Die Athleten laufen dann nach dem Start nicht mehr am Schießstand vorbei, sondern auf direktem Weg aus dem Stadion. Hinter der Skihalle wird es zudem einen neuen Streckenabschnitt geben. Das sogenannte "Frankfurter Kreuz", an dem es in der Vergangenheit aufgrund einer steilen Kurve immer wieder zu Stürzen kam, soll aus dem Streckenplan gestrichen werden.

Die Internationale Biathlon Union (IBU) hatte einen Teil der Neuerungen gefordert. Außerdem läuft das Zertifikat des Weltverbandes für die Oberhofer Arena im kommenden Jahr ab. Auch ohne den WM-Zuschlag hätten die Verantwortlichen in Oberhof also handeln müssen. Der Baustart ist im nächsten Jahr geplant. Der Umbau soll während des Trainings-und Wettkampfbetriebs laufen. Die Zeit drängt, denn spätestens zur WM 2023 soll die Arena in neuem Glanz erstrahlen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Zuletzt aktualisiert: 20. September 2018, 17:54 Uhr

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16 Kommentare

22.09.2018 11:32 martin 16

@13 chris: Sie schreiben: "Oberhof macht Thüringen über die Grenzen aus bekannt" - dem würden nicht ganz wenige Menschen allerdings ein "leider" hinzufügen wollen.

22.09.2018 09:29 Skifan 15

Chris@ - übrigens bin ich auch Skifan und aus Thüringen. Viele Jahre sind wir nach Oberhof zu den Veranstaltungen gegangen, bei Biathlon war die Wolfschlucht noch aktuell und Lucki, die Nord Kombi mit Ackermann, usw. Mit der letzten Tour de Ski war es dann Schluss, weil unserer Meinung nach langsam alles "Kaputtorganisiert" wurde. Es machte kein Spaß mehr, nur noch Kommerz, Gegröhle und Alkohol. Nun fahren wir seit Jahren nach Antholz, Ridnaun oder Martell. Selber fahren wir auch Ski und Oberhof haben wir abgehakt. Da es kein Spaß mehr macht und viele Urlauber, die ich dort am Bratwurststand getroffen habe, geht es ebenfalls so "nicht wieder Oberhof - fängt schon mit den Parkplatzgebühren an - war oft die Meinung. Gute Loipen bezahlen! Deshalb ist meine Meinung: man tut eigentlich der Rennsteigregion mit den SUPERLATIVE Oberhof keinen Gefallen. Der "normale" Tourismus profitiert nicht davon. Das sind nur wenige Tage im Jahr, die vielleicht Oberhof noch sehr sehr teuer werden.

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